Dritte Smartphone-Generation

Samsung Galaxy A5 (2017) im Test: Kann die Neuauflage überzeugen?

Das Samsung Galaxy A5 mit 5,2 Zoll großem Display wartet unter anderem mit Achtkernprozessor, 3 GB RAM, Unterstützung von LTE, WLAN AC und NFC auf. Doch wie schlägt sich das Smartphone in der Praxis?

Samsung Galaxy A5 (2017)Das Samsung Galaxy A5 (2017): Kann man kaufen, muss man aber nicht.© Samsung Electronics

Die dritte Generation des Samsung Galaxy A5 kommt im bekannten Design mit hochwertiger Verarbeitung: Die Rückseite besteht aus mattem Glas, die Ecken des Smartphones sind etwas stärker abgerundet als beim Vorgänger. So liegt das Modell angenehm in der Hand. Die Anzeige der Inhalte findet auf einem 5,2 Zoll großen Super-AMOLED-Bildschirm statt, welcher eine Auflösung von 424 ppi und grandiosen 638 Candela bietet. Die Kontraste und Blickwinkelstabilität sind wie von AMOLED gewohnt unübertroffen. In Sachen Äußeres kann man mit dem Galaxy A5 (2017) also nicht viel falsch machen.

Das Innenleben des Samsung Galaxy A5

Nun aber zu den wichtigen inneren Werten unseres Test-Kandidaten. Acht Kerne mit je 1,9 Gigahertz arbeiten zusammen mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher unter der Haube. In den Benchmarks führt das zu einer Gesamtwertung von fünf Prozent über dem aktuellen Durchschnitt. Hört sich nicht unbedingt nach viel an, reicht aber selbst anspruchsvolleren Nutzern aus. Die Smartphones der letzten Jahre haben sich auf der Jagd nach Geschwindigkeit derartig weiterentwickelt, dass die wenigsten die volle Leistung überhaupt noch benötigen.

Samsung Galaxy A5 (2017)

Samsung Galaxy A5 (2017)

  • Betriebssystem Android 6.0 Marshmallow
  • 16 Megapixel-Kamera mit Autofokus
  • 5,2 Zoll Super-AMOLED Touchscreen, 1080 x 1920 Pixel
  • 32 GB Speicher
  • ab 0,00 € mit Vertrag
Samsung Galaxy A5 (2017)Samsung Galaxy A3 (2017), A5 (2017)Samsung Galaxy A3 (2017), A5 (2017)

Auch was die verbaute Funktechnik angeht, lässt sich nicht meckern: LTE mit bis zu 300 Megabit, Bluetooth 4.2, WLAN ac, NFC, Fingerabdrucksensor und UKW-Radio sind mit an Bord. Sicherlich freuen wird einige Nutzer, dass das Smartphone nach IP68 gegenüber Staub und Wasser geschützt ist. Der interne Speicher fasst 32 (netto 20,3) Gigabyte und lässt sich via Micro-SD-Karte erweitern. Wem das immer noch nicht reicht, kann zudem von USB-on-the-Go Gebrauch machen.

Galaxy A5 punktet mit solider Akku-Leistung

Das fest verbaute Akku des Samsung Galaxy A5 fasst 3.000 Milliamperestunden und bringt es in unserem Test auf 738 Minuten Videowiedergabe im Flugmodus bei gedimmtem Display – damit ist das Galaxy A5 (2017) deutlich ausdauernder als der Vorgänger und hält selbst länger als das Galaxy A7 durch. Im Vergleich zu allen anderen Smartphones liegt es 45 Prozent über dem Durchschnitt und dürfte somit auch Intensivnutzer über den Tag bringen. Voll geladen ist das A5 innerhalb von 92 Minuten, was ebenfalls 41 Prozent schneller als üblich ist. Studien weisen jedoch darauf hin, dass langsames Laden die Akku-Kapazität besser schont. Wer Zeit hat, verwendet daher vielleicht doch lieber ein Ladegerät mit weniger Ampere.

Die Kameras: Probleme mit der Selfie-Cam

Sowohl Front als auch Rückkamera nehmen Bilder mit 16 Megapixeln auf. Dabei ist zu beachten, dass die Front-, also Selfie-Kamera, standardmäßig einen festen Fokus hat. Dieser liegt normalerweise auf Armeslänge Abstand – beim Galaxy A5 (2017) jedoch dummerweise deutlich näher bei etwa 20 Zentimetern, weswegen Fotos bei ausgestrecktem Arm gerne unscharf werden. Die Bilder haben aus so naher Distanz aufgenommen zwar eine gute Qualität, zeigen jedoch nicht viel mehr als das Gesicht, was nicht unbedingt praxistauglich ist.

Die Hauptkamera bietet neben der gängigen Vollautomatik HDR und manuellen Modus und schießt scharfe, wenn auch nicht ultra-knackige Fotos. Qualitativ gibt sich das zum Vorgänger nichts, wenn auch die Bilder etwas wärmer wirken. Als problematisch erweist sich der fehlende optische Bildstabilisator, was sich bei schlechteren Lichtbedingungen im Test schnell bemerkbar macht.

Videos, Musik und Betriebssystem

Die Videos gefallen bezüglich Kontrast, Schärfe und Belichtung gut, allerdings macht sich auch hier das Fehlen des optischen Bildstabilisators bemerkbar. Außerdem neigt der Autofokus zum Nachziehen.

Der Musikklang am Audioausgang ist klar und kräftig. Wahre Musikliebhaber mit exzellenter Ausrüstung dürften jedoch bemerken, dass die Höhen einen Tick spritziger sein dürften und die Bässe etwas überrepräsentiert sind.

Die Bedienung erfolgt über Android 6.0.1, ein Update auf Android 7 ist zugesichert. Zudem wurde die Nutzeroberfläche durch Samsung aktualisiert: Die Einstellungen sind aufgrund neuer Rubriken übersichtlicher und die Farben nicht mehr ganz so knallig. In Richtung neuer Funktionen hat sich nichts getan.

Samsung Galaxy A5 (2017): Fazit und Alternativen

Alles in Allem hat sich das Samsung Galaxy A5 (2017) ordentlich gemausert: Der Prozessor bietet eine ordentliche Rechenleistung, der Akku bringt es auf eine Laufzeit von 45 Prozent über dem Mittel und sollte auch Intensivnutzer über den Tag bringen. Der interne Speicherplatz hat sich auf 32 Gigabyte verdoppelt, ein Schutz vor Staub und Wasser ist hinzugekommen. Auch an den Funktechniken, welche alle in aktueller Version mit an Bord sind, lässt sich nichts aussetzen.

In der multimedialen Ecke hingegen sind aufgrund eines fehlenden optischen Bildstabilisators Einbußen zu verzeichnen. Bei den Videoaufnahmen neigt der Autofokus zudem zum Pumpen.

Zu Markteinstieg werden für das Galaxy A5 (2017) 429 Euro fällig, was in Sachen Preis-Leistung 19 Prozent unterdurchschnittlich ist. Sobald der Preis unter 348 Euro fällt, werden die Zahlen schwarz. Wer über den Kauf nachdenkt, sollte zuerst in jedem Fall noch einen Blick auf das Galaxy S7 werfen, welches für nur 50 Euro Aufpreis eine bessere Kamera und einen stärkeren Prozessor bietet.

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