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Huawei Ascend P2 im Test - Starkes Display vs. enttäuschende Haptik

Das Huawei Ascend P2 kann mit einer tollen Kameratechnik und einem starken Display punkten. Im Gegenzug ist die Haptik ebenso eine Enttäuschung wie die fehlende Möglichkeit, den Speicher zu erweitern. Wir haben das Gerät getestet.

Huawei Ascend P2© Huawei

Zweite Kamera auf der Vorderseite

Natürlich muss ein gutes Smartphone heutzutage auch mit einer zweiten Kamera auf der Vorderseite ausgestattet sein. Zum Beispiel für Selbstportraits oder für Videochats über Skype und andere Messenger-Programme. Im Fotomodus stehen 1,3 Megapixel (1.280 x 960 Pixel) zur Verfügung, im Videomodus sind HD-Aufnahmen mit bis zu 720p möglich.

Bei der Verarbeitung hat sich Huawei keine größeren Patzer geleistet. Das 136 x 67 x 8 Millimeter flache Telefon kommt ohne größere Rillen aus in denen sich Staub absetzen kann. Etwas enttäuschend ist nur die Plastik-Rückseite, die zu unserer Überraschung zudem recht anfällig für Fingerabdrücke ist. Auffällig ist auch, dass die Kameralinse leicht aus der Gehäuserückseite herausragt. Unter dem Display sorgen drei beleuchtete Sensortasten für eine moderne Menüführung. Aber: Im alltäglichen Gebrauch konnten wir kein störendes Knarzen des Displays feststellen. Auch dann nicht, wenn Druck auf die Akkuabdeckung ausgeübt wird.

Fazit: Das P2 kann gefallen

Im Vergleich zum Vorgänger, dem Ascend P1, hat Huawei beim P2 ordentlich was in die Waagschale geworfen. Besserer Prozessor, mehr Speicherplatz, größeres Display, LTE-Unterstützung und eine deutlich verbesserte Kamera. Das bereitet Laune. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Denn je mehr sich der Flash-Speicher des Smartphones füllt, umso mehr geht die Leistung des Geräts in den Keller. Ruckler in der Menünavigation sind dann ebenso alltäglich wie Verzögerungen beim Starten von Apps. Möglicherweise kann Huawei durch Software-Updates für Besserung sorgen, es bleibt aber zunächst einmal ein kleiner Beigeschmack.

Schade ist auch, dass sich das Telefon durch die Plastik-Rückseite so wenig werthaltig anfühlt. Denn allein die Kameratechnik und das knackige Display hätten es verdient gehabt, dass der Gesamteindruck zumindest ein bisschen hochwertiger ausfällt. Durchaus zu gefallen weiß der fest verbaute und somit nicht austauschbare Akku. Mit einer Kapazität von 2.420 mAh konnten wir rund sechs Stunden in einem WLAN-Netz surfen. Das ist zwar nur ein leicht überdurchschnittlicher Wert, insgesamt kommt der Nutzer des P2 aber bei halbwegs normaler Nutzung mit einer vollen Akkuladung gut durch den Tag.

Etwas zu teuer

Zu haben ist das Ascend P2 wahlweise in Weiß und in Schwarz. Im Online-Fachhandel werden für beide Varianten etwa 380 Euro fällig. Amazon verkauft das Gerät für aktuell 428 Euro in Weiß und für 427 Euro in Schwarz. Gemessen an der wenig werthaltigen Haptik und der fehlenden Speichererweiterung ist das etwas zu teuer. Da können auch das gute Display und die starke Kamera nicht drüber hinwegtäuschen.

Name: Ascend P2
Hersteller: Huawei
Preis: ab circa 380 Euro
Technische Daten:
Betriebssystem: Android (Version 4.1.2 Jelly Bean)
Prozessor: 1,5 GHz. Quad-Core
Arbeitsspeicher: 1 Gigabyte
SIM: Micro-SIM
Antenne: GSM Quadband (850, 900, 1.800, 1.900 Megahertz)
Abmessungen: 136 x 67 x 8 Millimeter
Gewicht: 122 Gramm
Display: 4,7 Zoll, 1.280 x 720 Pixel
Speicher: 16 GB intern;
Schnittstellen: Bluetooth 4.0, WLAN, Micro-USB, NFC
Digitalkamera: 13,0 Megapixel mit Autofokus & Kameralicht
Lieferumfang: Akku, Ladegerät, USB-Kabel, Stereo-Headset
SAR-Wert: n/a
Extras: Bluetooth, Radio, GPS, WLAN, NFC
Akkulaufzeit im Test: 7 Stunden Sprechzeit
Pro & Contra:
starkes Display
sehr gute Kamera
gute Akku-Laufzeit
Status-LED nutzbar
Speicher nicht erweiterbar
maue Performance bei vollem Speicher
recht teuer
Bewertung:
Bedienung gut
Ausstattung gut
Verarbeitung gut
Akkulaufzeit gut
Telefonfunktion gut
Gesamtnote gut
Preis-Leistung: befriedigend

(Hayo Lücke)

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