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Zynga: "Farmville"-Macher spielt hohen Verlust ein

Hohe Verluste trotz steigender Umsätze trüben die aktuelle Quartalsbilanz von Spieleentwickler Zynga. Als Ursache nannte der "Farmville"-Macher unter anderem gestiegene Entwicklungskosten.

15.02.2012, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

"Farmville"-Anbieter Zynga hat im vergangenen Quartal einen hohen Verlust von 435 Millionen Dollar eingespielt. Dieser ging vor allem auf gestiegene Entwicklungsausgaben und Folgekosten der Aktienplatzierung zurück. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 311,2 Millionen Dollar, wie der Onlinespiele-Spezialist am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Hohe Entwicklungskosten trüben Bilanz

Zynga verbuchte allein für mit dem Börsengang fällig gewordene Aktien für Mitarbeiter Kosten von 510 Millionen Dollar. Zudem schossen die Entwicklungsausgaben auf 444,7 Millionen Dollar hoch, von nur 51,5 Millionen ein Jahr zuvor.

Für das Gesamtjahr meldete das Software-Haus einen Umsatz von mehr als 1,1 Milliarden Dollar - gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von mehr als 90 Prozent. Unter dem Strich stehen aber auch in der Jahresgesamtbilanz tiefrote 400 Millionen Dollar Verlust. Ende 2010 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von rund 90 Millionen Dollar eingefahren. Allerdings legte die Zahl der Nutzer im gleichen Zeitraum um 38 Prozent zu.

Abhängigkeit von Facebook verringern

Zynga hatte im vergangenen Jahr mehrere neue Facebook-Spiele wie "CastleVille" herausgebracht. Das Unternehmen versucht allerdings, die Abhängigkeit von Facebook zu verringern - bisher wird fast der gesamte Umsatz mit dem Verkauf virtueller Güter auf der Plattform des weltgrößten Online-Netzwerks erwirtschaftet. Künftig soll daher vor allem der wachsende Smartphone-Markt bedient werden. Bereits im Vorjahr erschienen acht von zwölf neuen Spielen auf Mobil-Plattformen. Unter iOS zählten die Zynga-Titel Dream Zoo, Words with Friends und Zynga Poker im vierten Quartal zudem zu den zehn erfolgreichsten Spiele-Apps.

Zynga nahm bei dem Börsengang im Dezember wie erwartet rund eine Milliarde Dollar ein, die Aktie konnte jedoch zunächst nicht den Ausgabepreis von 10 Dollar halten. Inzwischen notiert das Papier deutlich darüber bei mehr als 14 Dollar.

(Christian Wolf)

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