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Zweiter Galileo-Satellit startet später ins All

Nach dem Start des ersten Galileo-Testsatelliten im Dezember verzögert sich der Start des zweiten Satelliten.

20.03.2006, 08:43 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach dem Start des ersten Galileo-Testsatelliten im Dezember verzögert sich der Start des zweiten Satelliten. Statt im April könnte der Start des Geräts namens GIOVE-B etwa im September bis November erfolgen, sagte ein Sprecher der Europäischen Raumfahrtagentur ESA der "Financial Times Deutschland". Am Aufbau des Gesamtsystems mit 30 Satelliten, dessen Fertigstellung sich bereits von 2008 auf 2011 verzögerte, habe der spätere Start des zweiten Satelliten keinen Einfluss.
Frequenz gesichert
"Wir haben keine Eile mehr, weil GIOVE-A die Frequenz im All sichert", sagte der Sprecher. Der erste Galileo-Testsatellit war am 28. Dezember gestartet. Der zweite wird vom Industriekonsortium Galileo Industries gebaut und verfügt über die bislang genaueste Atomuhr, die jemals im Weltraum war.
Ab 2010 betriebsbereit
Galileo ist ein insgesamt 3,8 Milliarden Euro teures Gemeinschaftsprojekt von ESA und Europäischer Union. Es soll ab 2010 hochpräzise Ortsbestimmungen auf der Erde ermöglichen und dann Konkurrent des US-Systems GPS werden. Die 2. Galileo-Anwenderkonferenz am 22. März in Darmstadt soll das Interesse der Privatwirtschaft an dem Projekt anregen. "Galileo ist eines der wichtigsten europäischen Innovationsprojekte", sagt Staatssekretär Jörg Hennerkes vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. "Es eröffnet der deutschen Industrie den Einstieg in einen neuen, weltweit rasch wachsenden Hochtechnologie-Markt." Über 100.000 Arbeitsplätze sollen europaweit durch Galileo entstehen.

(Aleksandra Leon)

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