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Zugriff auf Patente: Google und Cisco schließen Kreuzlizenzierungsabkommen

Die IT-Riesen Cisco und Google haben sich auf ein langfristig angelegtes Kreuzlizenzierungsabkommen (cross-licensing) für die wechselseitige Nutzung ihrer Patente geeinigt.

05.02.2014, 16:14 Uhr
Google© Google

Die IT-Riesen Cisco und Google haben sich auf ein langfristig angelegtes Kreuzlizenzierungsabkommen (cross-licensing) für die wechselseitige Nutzung ihrer Patente geeinigt. Dieses schließe eine Vielzahl von Produkten beziehungsweise Technologien ein und soll für mehr Rechtssicherheit in Patentfragen sorgen, teilten die beiden Konzerne am Dienstag mit. Auch wende man sich auf diese Weise explizit gegen sogenannte "Patent-Trolle", die Lizenzen einzig zu dem Zweck aufkaufen, daraus möglichst viel Kapital zu schlagen.

Gegenseitige Patentnutzung vereinbart

Durch den Vertrag erhalten die Firmen Zugriff auf das Patent-Portfolio des jeweils anderen. "Die Vereinbarung mit Cisco verringert die Gefahr von Patentstreits, sodass wir uns auf die Entwicklung toller neuer Produkte konzentrieren können", sagte Google-Patentexpertin Allen Lo. Man stehe Verhandlungen mit jeder Firma offen gegenüber, die an einem ähnlichen Abkommen interessiert sei, so die Managerin. Auch Cisco betonte die Vorteile des Deals. Dieser sei ein effektiver Weg für Technologieunternehmen, zusammenzuarbeiten und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Kritiker von Cross-Licensing-Abkommen monieren allerdings, dass derartige Vereinbarungen den freien Wettbewerb behindern und zusätzliche Marktbarrieren für Dritte aufbauen. Auch sei das Tauschverfahren nur für Unternehmen mit ähnlich großen oder wertvollen Patentbeständen attraktiv; kleinere Konkurrenten hätten dabei tendenziell das Nachsehen.

(Christian Wolf)

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