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"Zugradar": Bahn plant Echtzeitanzeige für Züge

"Zugradar" heißt laut "WirtschaftsWoche" eine neue App der Deutschen Bahn, die eine Echtzeit-Anzeige der aktuellen Zug-Positionen ermöglichen soll. Die Veröffentlichung sei für das erste Halbjahr 2012 vorgesehen.

15.02.2012, 00:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Neben Verspätungen, Zugausfällen und steigenden Ticketpreisen gehören auch fehlende Informationen zu den größten Ärgernissen im Bahnfahrer-Alltag. Eine neue Smartphone-App mit dem Arbeitstitel "Zugradar" könnte laut "WirtschaftsWoche" allerdings noch in diesem Jahr für ein wenig mehr Transparenz bei Problemen mit der Deutschen Bahn (DB) sorgen. Das Programm soll sämtliche Zugbewegungen innerhalb Deutschlands auf einer Karte in Echtzeit anzeigen, berichtet das Blatt exklusiv unter Berufung auf Unternehmenskreise.

App angeblich bis Jahresmitte verfügbar

Einen solchen Online-Dienst bietet unter anderem bereits die Website www.zugfinder.de – allerdings ausschließlich für den deutschen Fernverkehr. Als eigentliche Vorlage für "Zugradar" dürfte aber die in der Pilotphase befindliche App "Navi S-Bahn München" der ebenfalls zum DB-Konzernverbund gehörenden Münchener S-Bahngesellschaft dienen. Diese zeigt die aktuellen Positionen sämtlicher S-Bahnen und ist derzeit sowohl für Android als auch iOS kostenlos erhältlich.

Die Erstveröffentlichung von "Zugradar" wird dem Bericht zufolge für das erste Halbjahr 2012 angepeilt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn konnte dies gegenüber unserer Redaktion allerdings nicht bestätigen. Es gebe zwar Überlegungen, die ohnehin vorhandenen und etwa in der "Pünktlichkeitsstatistik" verwendeten Echtzeit-Positionsdaten der Züge weitergehend zu nutzen; weitere Details stünden allerdings noch nicht fest. So sei noch nicht einmal klar, dass es letztendlich überhaupt eine App geben werde; auch andere Anwendungen seien noch im Gespräch.

Viele Details noch unklar

Laut "WiWo" gilt die Form der App jedoch bereits als sicher. Viele Einzelheiten seien angesichts des offenbar sehr frühen Entwicklungsstadiums aber noch unentschieden - etwa die DB-interne Verwaltung des neuen Smartphone-Programms. So stehe beispielsweise nicht fest, ob dieses von der Schienennetztochter DB Netz oder einer anderen Konzernsparte herausgegeben werde.

Offen sei zudem, ob lediglich Bahn-Verbindungen oder auch Züge von Wettbewerbern wie Abellio, Benex oder Keolis in die Anzeige aufgenommen werden sollen. Gleiches gelte für die Art der Bereitstellung von Live-Daten an andere Marktteilnehmer wie zum Beispiel Güterbahnen.

(Christian Wolf)

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