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Zug verspätet: Bahn-Erstattung.de holt Geld zurück

Ab einer Stunde Verspätung mit der Deutschen Bahn gibt es 25 Prozent des Ticketpreises zurück, ab zwei Stunden sogar 50 Prozent. Statt am Schalter zu stehen oder den Antrag per Post zu schicken, lässt sich dieser über den neuen Service Bahn-Erstattung.de auch online einreichen.

30.05.2014, 16:46 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Wenn der Zug bereits Verspätung hat und der Reisende seine gesetzlich zugesicherte Rückerstattung in Anspruch nehmen will, bestraft die Deutsche Bahn ihn ein zweites Mal: Entweder muss er am Schalter anstehen oder den Antrag ausdrucken und kostenpflichtig verschicken. Bahn-Erstattung.de nimmt einem diesen Aufwand ab – allerdings auch nur gegen eine Gebühr von 3,99 Euro.

Ab einer Stunde Recht auf Rückerstattung

Ab einer Stunde Verspätung gibt es 25 Prozent des Ticketpreises zurück, ab zwei Stunden sogar 50 Prozent – und das unabhängig vom Grund der Verspätung. Die Bahn kann eine Erstattung also nicht einfach so verweigern.

Das Münchner Startup Net Ventures UG (haftungsbeschränkt) hilft bei der Abwicklung und bietet seit 7. Mai unter Bahn-Erstattung.de eine Einreichung des Fahrgastrechteformulars vom heimischen Rechner oder sogar vom Smartphone an.

3,99 Euro pro eingereichtem Antrag

Dafür müssen der Fahrschein fotografiert und einige Daten in ein Formular eingegeben werden. Bei einem Online-Ticket lassen sich alle Reisedaten einfach ablesen und übertragen. Eine Bestätigung der Verspätung durch den Zugbegleiter ist aber nicht erforderlich.

Der Antrag wird dann von Bahn-Erstattung.de innerhalb von 48 Stunden bei der Bahn eingereicht. Das Geld soll innerhalb eines Monats auf das Konto des Zugreisenden erstattet werden. Wer an dieser Stelle seine Bankdaten nicht preisgeben möchte, erhält von der Bahn einen Gutschein zugeschickt.

Bahn-Erstattung.de berechnet beim Hochladen der Daten einen Betrag von 3,99 Euro, der per Paypal gezahlt wird. Diese Gebühr ist allerdings auch weg, wenn die Bahn den Antrag doch ablehnen sollte, weil das eingereichte Foto nicht aussagekräftig ist oder weil der Original-Fahrschein benötigt wird. Letzteres ist zum Beispiel dann Voraussetzung, wenn Taxifahrten oder Hotelübernachtungen erstattet werden sollen.

(Peter Giesecke)

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