Jahresplan des Facebook-Chefs

Zuckerbergs Ziel für 2016: Künstliche Intelligenz nach Vorbild von "Iron Man"-Computer Jarvis

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich zum Jahresanfang ein ehrgeiziges Ziel für das Jahr 2016 gesetzt. Er wolle für sein Zuhause einen digitalen Assistenten mit künstlicher Intelligenz nach dem Vorbild des aus den "Iron Man"-Filmen bekannten Computers Jarvis schaffen.

Jörg Schamberg, 04.01.2016, 09:57 Uhr (Quelle: DPA)
Mark Zuckberg FacebookMark Zuckerberg hat sich auch für 2016 ein persönliches Ziel gesetzt.© Facebook

Menlo Park - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will sein Zuhause mit Hilfe künstlicher Intelligenz steuern. Er habe sich für dieses Jahr vorgenommen, einen digitalen Assistenten zu programmieren, schrieb der 31-Jährige in einem Facebook-Eintrag am späten Sonntag. Er denke an etwas ähnliches wie der Computer Jarvis von "Iron Man" Tony Stark, der in den Filmen immer zu Diensten war.

Technische Bauanleitungen als Hologramm in den Raum projizieren

Er wolle dem System zunächst beibringen, Sprache zu verstehen, um so Musik, Beleuchtung oder Temperatur steuern zu können, erklärte Zuckerberg. "Ich werde ihm beibringen, Freunde nach einem Blick auf ihre Gesichter hereinzulassen, wenn sie an der Tür klingeln."

Der Computer solle ihm auch Bescheid geben, wenn er im Zimmer seiner neugeborenen Tochter Max vorbeischauen sollte, schrieb der Facebook-Gründer. Für die Arbeit solle der Assistent Daten dreidimensional in virtueller Realität aufbereiten. Jarvis konnte in den "Iron Man"-Filmen zum Beispiel technische Bauanleitungen als Hologramm in den Raum projizieren.

Facebook-Chef setzt sich jeweils zum Jahresanfang ein Ziel

Zuckerberg setzt sich für jedes Jahr ein persönliches Ziel. Zuvor ging es darum, Chinesisch zu lernen, zwei Bücher pro Monat zu lesen, jeden Tag einen neuen Menschen kennenzulernen und nur Fleisch von Tieren zu essen, die er selber getötet hat.

Facebook arbeitet bereits mit Hochdruck an selbstlernenden Computern, die zum Beispiel den Nachrichtenstrom der Mitglieder organisieren oder im Kurzmitteilungsdienst Messenger für sie kleine Aufträge wie Restaurant-Reservierungen erledigen sollen. Zuckerberg machte aber deutlich, dass es bei dem Computer-Butler um sein privates Programmier-Projekt gehe.

Die Warnungen, schlaue Maschinen könnten für Menschen gefährlich werden, wies Zuckerberg als "weit hergeholt" ab. "Ich denke, wir können künstliche Intelligenz entwickeln, damit sie für uns arbeitet und uns hilft", schrieb er. Krankheiten oder Gewalt seien eine viel größere Gefahr. Unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates und der Physiker Stephen Hawking hatten zu Vorsicht bei der Entwicklung des Maschinen-Intellekts aufgerufen.

Weiterführende Links
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang