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Zu viel Nickel in Handys - EU setzt Grenzwert fest

Etwa ein Fünftel aller handelsüblichen Handys überschreiten den in der europäische Nickelrichtlinie festgelegten Wert für eine Freisetzung des Metalls. Davor warnt die DGAKI.

29.12.2010, 08:27 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Aus welchen Materialien besteht eigentlich ein Handy? Eine Frage die vielleicht in der ein oder anderen Diskussionsrunde gestellt wurde, deren Antwort aber gar nicht so leicht ist. Zumindest eine vollständige Liste zu erstellen, kann sich als kompliziert erweisen. Denn neben verschiedenen Kunststoffen und Keramik kommen auch verschiedene Metalle bei der Fertigung zum Einsatz. Zum Teil sogar solche, die Allergien auslösen können, wie die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) mitteilt.

Nickel und Chrom können Allergien auslösen

Verschiedene internationale Studien haben demnach zum Beispiel ergeben, dass Handys immer wieder Auslöser von Nickel-Kontaktallergien seien. An Wangen und der Ohrmuschel könne es dann zu so genannten Kontaktekzemen kommen, heißt es in einer Mitteilung der Gesellschaft. Auch Chrom aus Handys wurde schon als Verursacher von Kontaktallergien identifiziert.

Auf Initiative Dänemarks wurden kürzlich allerdings mobile Telefone einer Europäischen Nickelrichtlinie unterstellt, heißt es weiter. Sie setzt einen Grenzwert von 0,5 Mikrogramm Nickelfreisetzung pro Quadratzentimeter pro Woche fest. Zur Zeit überschreitet etwa ein Fünftel der handelsüblichen Handys diesen Wert, so die DGAKI.

(Hayo Lücke)

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