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ZTE testet 5G-Basisstation mit 128 Mobilfunk-Antennen

Der Netzwerkausrüster ZTE hat im Mobilfunknetz von China Mobile eine Basisstation mit 128 Antennen getestet, die später in einem Mobilfunknetz der fünften Generation (5G) zum Einsatz kommen könnte.

01.12.2014, 10:15 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der Netzwerkausrüster ZTE hat im Mobilfunknetz von China Mobile eine Basisstation mit 128 Antennen getestet, die später in einem Mobilfunknetz der fünften Generation (5G) zum Einsatz kommen könnte. Für die neue Technik wurde noch kein Standard festgelegt. ZTE zeigt sich mit den Leistungen zufrieden.

128 Antennen mit 84 Ports

Die "Massive MIMO"-Basisstation, auch "3D/Massive MIMO" genannt, verwendet die Multiple-Input/Multiple-Output-Technik. Beim ZTE-Test kamen 128 Antennen mit 84 Ports zum Einsatz - ein Vielfaches im Vergleich mit heutiger Mobilfunktechnik.

"Wegen der zehnmal höheren Anzahl von Antennen schien 3D/Massive MIMO zunächst ein ferner Zukunftstraum zu sein. Der Test hat jedoch gezeigt, dass wir der Realisierung der neuen Technologie unter Verwendung von 4G-Endgeräten einen großen Schritt näher gekommen sind", so Xiang Jiying, CTO der ZTE-Mobilfunksparte.

Gute Abdeckung in (hohen) Gebäuden

Die neue Lösung basiert auf dem Vektorprozessor-SOC-Chipsatz von ZTE. Sie soll ein besonders effizientes PDSCH-Beamforming (Physical Down Shared Channel) bieten und eine hervorragende Funkabdeckung für hohe Gebäude sowie einen verbesserten Empfang im Innenbereich zeigen.

Laut ZTE verbessert sich die Effizienz des Wireless-Spektrums exponentiell. Die "Massive MIMO"-Basisstation soll Netzabdeckung und Systemkapazität erhöhen sowie die Netzbetreiber bei der optimalen Nutzung bestehender Standorte und Frequenzspektren unterstützen. Die Simulationen sollen auch zeigen, dass ein vier- bis sechsmal höherer Durchsatz erzielt werden kann.

(Peter Giesecke)

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