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ZTE Eco-Mobius: Das modulare Smartphone ist bloß ein Mock-up

ZTE hat zur CES ein modulares Smartphone gezeigt, bei dem sich die einzelnen Komponenten austauschen lassen – wenn sie kaputt sind oder der Nutzer das Gerät aufrüsten möchte.

10.01.2014, 17:33 Uhr
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Wenn ein Teil kaputt ist, wird meist gleich das ganze Gerät weggeworfen. Auf diese Weise landet viel mehr funktionsfähige Elektronik im Müll, als es eigentlich sein müsste. Der chinesische Smartphone-Entwickler ZTE hat deshalb zur Elektronikmesse CES ein modulares Smartphone gezeigt, bei dem sich die einzelnen Komponenten austauschen lassen – wenn sie kaputt sind oder der Nutzer das Gerät aufrüsten möchte.

Kamera, Prozessor, RAM – alles austauschbar

Angekündigt wurde das "Eco-Mobius" bereits im letzten Jahr, was ZTE aber jetzt zeigt, ist lediglich ein Mock-up, eine nicht funktionsfähiges Design. Das US-Tech-Blog "The Verge" zeigt erste Bilder von dieser Konzeptstudie. Das Gerät selbst lag jedoch hinter Glas und durfte nicht angefasst werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen sich dann Kamera, Akku, Display sowie die Kern-Module Prozessor, RAM, Speicher und Grafikprozessor ersetzen lassen. Die einzelnen Komponenten befinden sich leicht zugänglich unter der Rückabdeckung und werden magnetisch gehalten. Der Nutzer kann sich so ganz einfach sein Wunsch-Smartphone zusammenstecken oder einzelne Komponenten austauschen.

Der Trend geht in eine andere Richtung

Die Idee ist nicht neu. Im Sommer hat der niederländische Designer Dave Hakkens bereits seine Designstudie Phonebloks präsentiert, bei dem sich die einzelnen Teile eines Smartphones zusammenstecken ließen. Kurz darauf kündigte Motorola an, unter dem Namen Ara ein modulares Smartphone zu bauen. Zu sehen war dies bislang noch nicht, es soll allerdings schon einen Prototypen geben.

ZTE hat jedoch laut "The Verge" schon zugegeben, dass "Eco-Mobius" in dieser Form nicht auf den Markt kommen wird. Vielmehr sollen Erkenntnisse gewonnen werden. Denkbar ist, dass damit Reparaturen günstiger werden. Beachten sollte man auch, dass es einen gegenläufigen Trend gibt. Die Smartphones werden immer dünner und daher immer stärker integriert. Die Technik steckt dann bereits in einem Unibodygehäuse und nicht einmal der Akku ist für den Nutzer mehr zugänglich.

(Peter Giesecke)

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