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Zoll beschlagnahmt gefälschte Xbox-Controller

Am Flughafen Köln/Bonn hat der Zoll eine Sendung aus China mit 20 Xbox 360 Controllern beschlagnahmt. Eine Überprüfung durch Microsoft ergab, dass es sich dabei eindeutig um Fälschungen handelte.

12.04.2007, 19:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Wie Microsoft Deutschland mitteilt, hat der Zoll am Flughafen Köln/Bonn in Zusammenarbeit mit dem Redmonder und chinesischen Behörden eine Sendung mit gefälschten Xbox 360 Controllern beschlagnahmt.
Schlechte Fälschung
Microsoft konnte die Controller aus China anhand mehrerer Auffälligkeiten eindeutig als Fälschungen identifizieren. So hätten beispielsweise die Plastikteile nicht korrekt zusammengepasst und das Hologramm sei falsch gewesen. Die sonst silberne Plastiklinie an der Unterseite des Controllers hatte eine andere Farbe und die Schriftart auf dem Aufkleber im Batteriefach stimmte nicht mit dem Original überein. Auch die Beschriftungen der Tasten und des Logos ließen die Controller als Nachahmungen auffliegen.
Der für China zuständige Ermittler von Microsoft hatte den Absender des Pakets mehrere Tage lang überwachen lassen. Als der Geschäftsführer auftauchte, fand der Zugriff durch die örtlichen Behörden statt. Die Durchsuchung der Firma brachte weitere 3.700 gefälschte Xbox 360 Controller zum Vorschein.
Ermittlungen eingeleitet
Die beschlagnahmte Sendung der chinesischen Firma enthielt 20 solcher Controller und war an eine Person in Deutschland adressiert. Diese hatte laut Rechnung bereits 20 US-Dollar, umgerechnet etwa 15 Euro, pro Controller bezahlt. Nach Angaben von Microsoft laufen bereits erste Vorermittlungen gegen den Wiederverkäufer, der vermutlich vorwiegend als Privatperson handeln soll.
Immer mehr Produktpiraten
Das lohnenswerte Geschäft mit billigen Fälschungen von Markenprodukten wächst stetig. Kai Wilkens, Pressesprecher des Zollamts Flughafen-Köln/Bonn, beschreibt die aktuelle Situation: "Die wirtschaftlichen Schäden, die Marken- und Produktpiraten verursachen, sind enorm. Der deutsche Zoll beschlagnahmte bundesweit bei Einfuhrkontrollen im vergangenen Jahr in 9.164 Fällen gefälschte Marken oder Produkte, wobei sich der Wert der beschlagnahmten Waren mit fast 1,2 Milliarden Euro mehr als verfünffacht hat". Im Jahr 2005 waren es noch 7.217 Fälle und ein registrierter Schaden von 213,4 Millionen Euro.

(Saskia Brintrup)

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