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Zocker bekommen eigenes "Wikipedia"

Das Online-Lexikon Game Innovation Database informiert im Stil von Wikipedia über die Evolution der Videospiele und Hintergründe der Spiele-Industrie.

19.05.2006, 13:02 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Schon mal vom "Famicom" gehört? Der "Family Computer" von Nintendo läutete in den 80er Jahren in Japan eine neue Generation von Spielekonsolen ein. Zugegeben, diese Information findet sich auch im bekanntesten Online-Lexikon Wikipedia. Über die Ballistik in Spielen oder das erste Mal, dass limitiertes Inventar in einem First-Person-Shooter verwendet wurde findet man in der beliebten Internet-Enzyklopädie wohl nichts. Dafür wurde jetzt das Projekt "Game Innovation Database" ins Leben gerufen. Damit sollen die Evolution der Videospiele, Hintergründe der Spiele-Industrie und Innovationen der Branche ihr eigenes Forum erhalten.
Lexikon zum Selberschreiben
Zocker aller Welt sind aufgerufen, sich an der Realisierung des Spiele-Lexikons zu beteiligen. Denn die Initiatoren von der Carnegie Mellon Universität im US-amerikanischen Pittsburgh haben ihr Projekt nach dem Vorbild von Wikipedia konzipiert. Jeder, der sich dazu berufen fühlt, kann Einträge erstellen oder ändern. Die Themengebiete sind Spiele, Hardware und Services sowie Innovationen. Interessierte können sich einen kostenlosen Account für die Seite zulegen, um Einträge zu bearbeiten. Dabei können wahlweise einzelne Texte neu erstellt oder bearbeitet werden oder man bewirbt sich direkt als offizieller Schreiber und kümmert sich dann auch um die Prüfung und Korrektur der Informationen.
Bisher nur auf Englisch
Neben den Lexikontexten steht auch eine "Challenge Page" zur Verfügung, auf der Leser kniffelige Fragen stellen und beantworten können. Außerdem können sich die Zockfans auf einer Mailingliste eintragen, um über Änderungen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Bislang hat die "Game Innovation Database" mehr als 500 Einträge gesammelt, der Großteil davon sind Texte zu Spielen. Kleiner Wermutstropfen auch für deutsche Spielkameraden: die gesamte Seite ist – zumindest bislang – nur in Englisch verfügbar. Das Projekt stammt aus dem "Entertainment Technology Center", einer Abteilung der Carnegie Mellon Universität, an der eine zweijährige Ausbildung im Bereich Entertainment Technologie angeboten wird.

(Aleksandra Leon)

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