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Zfone: Sichere VoIP-Gespräche auch für Windows

Ab sofort steht das Verschlüsselungsprogramm für VoIP als Betaversion auch für Windows-Nutzer zum kostenlosen Download bereit.

23.05.2006, 11:00 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Bereits im März veröffentlichte PGP-Erfinder Philip R. Zimmermann die erste Betaversion seiner Zfone Verschlüsselungssoftware für VoIP. Jetzt steht das Programm auch für Windows XP Betriebssysteme zum kostenlosen Download bereit. Ältere Windows-Varianten werden allerdings nicht unterstützt. Auch für Mac OS X und Linux ist eine neue Version erschienen. Wer am Betatest teilnehmen möchte, kann sich dazu online registrieren. Per E-Mail kommen dann die Download-Informationen zum Benutzer.
Bisher nur Softphones
Für die Zukunft ist geplant, das von Zfone verwendete ZRTP-Protokoll in dann sichere Softphones zu integrieren. Bislang handelt es sich jedoch um eine eigenständige Software, die VoIP-Informationen filtert und verschlüsselt. Getestet wurde das Programm bisher mit den VoIP-Clients X-Lite, Gizmo und SJphone. Auch mit Service-Providern, die VoIP-Dienste anbieten, funktionierte Zfone bereits.
Unter den Test-Kandidaten fanden sich die beiden US-amerikanischen Anbieter SIPphone und Free World Dialup sowie iptel.org, eine Initiative des deutschen Forschungsinstituts Fraunhofer Fokus. Im Zusammenspiel mit VoIP-Hardware, wie Adapter oder Routern kann Zfone bislang jedoch nicht genutzt werden.
Online-Tipps statt Support
In der Betaphase steht den Zfone-Testern kein Support zur Verfügung, sie müssen mit der ausführlichen FAQ-Seite zum Thema Vorlieb nehmen. Hier wird empfohlen, das installierte Softphone zu testen, bevor Zfone zum Einsatz kommt. Damit der VoIP-Client mit der Verschlüsselung funktioniert, muss hier nach der Zfone-Installation in den Optionen bei der SIP-Portnummer die "5060" eingetragen werden. Ist Zfone erstmal installiert, prüft das Programm eigenständig auf Updates und gibt dem Nutzer bei Verfügbarkeit Bescheid. Windows-Nutzer werden zudem ausdrücklich gewarnt, die Installation des Programms zu unterbrechen. Die Software sei nicht Windows-zertifiziert, weshalb es zu Warnungen des Betriebssystems bei der Installation käme. Die sollten aber tunlichst ignoriert werden, um Störungen und Systemabstürze zu vermeiden.

(Aleksandra Leon)

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