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Zed weist Betrugsvorwürfe zurück

Geschäftsführer Dietmar Giese weist in einer Stellungnahme die in der Presse laut gewordenen Anschuldigungen zurück. Bei Zed soll alles korrekt laufen.

27.04.2006, 16:29 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der Geschäftsführer von Zed Germany hat vehement den Anschuldigungen widersprochen, Abonnements für Handy-Content falsch oder zu Unrecht abgebucht zu haben. Dietmar Giese widerspricht in einem Schreiben an die onlinekosten.de-Redaktion den in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) am vergangenen Dienstag erhobenen Beschuldigungen.
Böse Briefe
Die der FTD vorliegenden Informationen beruhen nach Gieses Worten unter anderem auf anonymen Briefen der letzten zwei Wochen. Diese Schreiben würden versuchen, Zeds "Glaubwürdigkeit im deutschen Markt zu schädigen", so Giese. Weiter führt der Chef der Nummer Zwei unter den deutschen Klingelton-Anbietern aus: "Diese Briefe vermischen interne Firmeninformationen mit Lügen und diffusen Anschuldigungen." Es seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um den Urheber der Briefe zu identifizieren und rechtliche Schritte gegen ihn einzuleiten.
Spekulationen, wonach Zed gekündigte Abonnements wieder aktiviert habe, weist Giese kategorisch zurück: "Zed hat zu keiner Zeit gekündigte Abonnements wieder aktiviert". Auch seien keine Phantom-Abos abgerechnet worden. Entgegen den anders lautenden Berichten arbeite das Abrechnungssystem von Zed Germany einwandfrei. Dies sei zuletzt vor 20 Tagen in einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young bestätigt worden.
Einzelfälle
Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auch auf gegen den Markttrend wachsende Umsätze. Giese sieht darin allerdings haltlose Beschuldigungen: "Die Umsätze von Zed Germany waren Ende März 2006 genauso hoch wie im Dezember 2004." Zu Zahlen für das Jahr 2005 schweigt er sich allerdings genauso aus wie zu Details, wie viele Kunden genau über Abrechnungsprobleme zu klagen hätten.
Giese räumt aber ein, dass es "im Einzelfall aufgrund menschlichen Versagens" zu "Programmierfehlern" kommen könne. Dennoch seien Fehler im Abrechnungssystem die Ausnahme und träten nicht häufiger auf als in anderen Branchen. Die FTD hatte berichtet, Kunden aller vier deutschen Netzbetreiber seien von fehlerhaften Abrechnungen von Zed Germany betroffen. "Es sind lediglich Kunden eines Mobilfunkbetreibers betroffen". Darüber hinaus würden Kunden umgehend für finanzielle Schäden, sofern sie aus Programmierfehlern resultierten, entschädigt.

(Hayo Lücke)

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