Moderate Anpassung

ZDF-Intendant Bellut: Rundfunkbeitrag darf nicht unter 18,35 Euro liegen

ZDF-Intendant Thomas Bellut hat gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärt, dass der reale Rundfunkbeitrag wegen der Nutzung von Rücklagen aktuell bereits bei 18,35 Euro monatlich liege. Alles darunter sei eine Kürzung.

Jörg Schamberg, 27.12.2018, 12:30 Uhr
Rundfunkgebühren© DOC RABE Media / Fotolia.com
Mainz – Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF plädieren ab 2021 für einen höheren Rundfunkbeitrag. So hatte der ARD-Intendant Ulrich Wilhelm vor einigen Wochen bereits vor einem möglichen Rückbau beim Programm gewarnt, wenn der Rundfunkbeitrag nicht steige. Aktuell hat sich nun auch ZDF-Intendant Thomas Bellut im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa für eine Anhebung des Beitrags ausgesprochen, der aktuell bei 17,50 Euro pro Monat liegt.

Rundfunkbeitrag unter 18,35 Euro pro Monat ist "klare Kürzung"

Bellut schwebt eine moderate Anpassung des Rundfunkbeitrags vor. Mit der derzeitigen Beitragshöhe könne das Qualitätsniveau auf keinen Fall gehalten werden. "Weil wir aber aktuell die Rücklage einsetzen dürfen, die nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag entstanden war, beträgt der Beitrag nach unserer Berechnung real bereits 18,35 Euro", so Bellut. Alles darunter sieht der ZDF-Intendant als "klare Kürzung" an. Dann seien große Einsparungen im Programm erforderlich.

Bei den Ministerpräsidenten der Länder wird derzeit eine Koppelung des Rundfunkbeitrags an die Inflationsrate erwogen, eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Bis April 2019 müssen die Sender der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ihren Finanzbedarf anmelden. Die KEF-Anmeldung des ZDF werde laut Bellut "bedarfsgerecht und verantwortungsbewusst" sein. Das vereinbarte Sparprogramm werde umgesetzt, zudem wolle man die Zusammenarbeit mit der ARD verbessern.

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