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Zalando steigert Umsatz - aber weiter rote Zahlen

Mehr als ein Drittel mehr Umsatz verzeichnete Online-Modehändler Zalando im ersten Quartal. Doch das Unternehmen schreibt weiterhin rote Zahlen.

09.05.2014, 10:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Der Online-Modehändler Zalando hat im ersten Quartal den Umsatz um mehr als ein Drittel gesteigert, schreibt aber nach wie vor rote Zahlen. Die Erlöse wuchsen zwischen Januar und Ende März im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 501 Millionen Euro, wie das Berliner Unternehmen am Freitag mitteilte (PDF). Allerdings rechne Zalando auch für das Gesamtjahr noch nicht damit, die Verlustzone zu verlassen, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter der Nachrichtenagentur dpa.

Abverkauf von Winterware belastet erstes Quartal

Im ersten Quartal habe sich das Verhältnis von Umsatz und operativem Ergebnis zwar erheblich verbessert. Allerdings sei die Marge saisonbedingt weiter negativ geblieben. Unter anderem werde das erste Quartal traditionell durch den Abverkauf von Winterware mit Abschlägen belastet, sagte Ritter.

Zum Ergebnis nannte Zalando keine Zahl. "Dem Ziel, den Break-Even zu erreichen, sind wir einen guten Schritt näher gekommen", sagte Ritter. "Wir erwarten, dass sich dieser Trend im gesamten Jahr fortsetzt." Die Ebit-Marge, also das Verhältnis von operativem Ergebnis zum Umsatz, habe sich "erheblich verbessert", sie sei aber negativ geblieben.

Nach endgültig geprüften Zahlen hatte die Zalando-Gruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,762 Milliarden Euro erzielt. Dabei kam ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 115 Millionen Euro heraus - nach minus 83 Millionen Euro 2012. Das Nettoergebnis nannte die Gesellschaft nicht.

Zu den seit Monaten andauernden Spekulationen über einen Börsengang äußerte sich das Unternehmen nach wie vor nicht. Dieser bleibe eine mögliche Option für die Zukunft, wiederholte Ritter. Zuletzt hatte das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" berichtet, Zalando plane einen Börsengang für das dritte Quartal.

In diesem Jahr sollen die Apps für Smartphones und Tablets weiterentwickelt werden. Rund 38 Prozent der Bestellungen kämen inzwischen von mobilen Geräten, sagte Ritter. Die jüngste Kritik an den Arbeitsbedingungen im Zalando-Logistikzentrum in Erfurt habe das Geschäft nicht gebremst.

(Jörg Schamberg)

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