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YouTube und Co. werden politisch

Der britische Premierminister Tony Blair hat sich im Internet den Fragen von Nutzern des Videoportals Youtube gestellt. Er ist jedoch nicht der einzige Politiker, der das Web 2.0 für sich entdeckt.

25.04.2007, 15:46 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

Der britische Premierminister Tony Blair hat sich im Internet den Fragen von Nutzern des Videoportals Youtube gestellt. Der erste Teil des Interviews, in dem es vor allem um den Irak-Krieg ging, wurde am vergangenen Dienstag, den 24. April, veröffentlicht; weitere Teile sollten am Mittwoch und Donnerstag folgen.
Ausgewählte Fragen
Blair beantwortete vier Fragen von Youtube-Nutzern. Er listete die größten Verdienste seiner Partei der vergangenen zehn Jahre auf, weigerte sich aber, seinen größten Fehler zu nennen. Zum Thema Irak verteidigte der Regierungschef erneut die Beteiligung seines Landes am Sturz von Saddam Hussein. Blair, der nach eigenen Aussagen selbst ein Computer-Laie ist, tauchte mit dem Interview bereits zum zweiten Mal auf dem Labour-Videokanal auf, den die Partei im vergangenen Monat ins Leben gerufen hatte, um junge Wählerschichten zu erreichen.
Web 2.0 und die Politiker
Er ist jedoch nicht der einzige Politiker, der das Web 2.0 für sich entdeckt. Auch im derzeit stattfindenden US-Präsidentschaftswahlkampf spielen die Videobotschaften per Internet mittlerweile eine wichtige Rolle. Zuletzt sorgte ein Film bei Youtube für Furore, das sich gegen die Kandidatin Hillary Clinton wandte. Erst kürzlich hat Youtube unter dem Titel You Choose '08 ein eigenes Forum für den US-Wahlkampf eingerichtet. Auch in Deutschland ist Politik 2.0 ein Thema: Vom Angie-Podcast abgesehen, bei dem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel wöchentlich an ihre Wähler wendet, gibt es beispielsweise vom Online-Portal politik.de einen Politik-Pavillion in Second Life. Dort trafen sich im März deutsche Politiker zur virtuellen Podiumsdiskussion.

(Aleksandra Leon)

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