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YouTube Slam: Komisch, niedlich und skurril

Einer wird gewinnen: Beim YouTube Slam können Nutzer den neuen Star am Internet-Video-Himmel entdecken. Und nebenbei sorgt das Portal für einen netten Zeitvertreib an Neujahr oder anderen Feiertagen.

01.01.2012, 13:01 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

Es muss nicht immer "Dinner for One" sein: Seit dem Siegeszug des Internets braucht sich niemand mehr Sorgen zu machen, wie er Feiertage bei Nieselwetter verbringen soll. Google, Facebook und Co sorgen schon für genug Kurzweil.

Nutzer entscheiden: Top oder flop

Wer sich aber dennnoch langweilt oder die Filmkarriere noch nicht ganz abgeschrieben hat, für den ist das neue Spiel YouTube Slam des frisch renovierten Videoportals ein heißer Tipp. In drei Kategorien treten hier Kurzfilme gegeneinander an und können vom Nutzer nach Herzenslust mit Gunstbezeugungen überhäuft werden.

Die höchste Punktzahl bestimmt das Ranking im jeweiligen Genre Komisches, Skurriles und Niedliches. In den USA stehen dem Portal-Blog zufolge außerdem die Bereiche "Musik" und "Tanz" zur Auswahl. Wer teilnimmt, tut dies um der Ehre willen: Mehr als höchste Punktzahl gibt es nicht zu gewinnen.

Wie nicht anders zu erwarten, wird der Fachbereich "süß und rührend" vor allem von Babies, Welpen und Katzenkindern dominiert. In "Skurriles" sorgen Schrecksekunden aller Art für den Video-Clou. Da stürmen beispielsweise verkleidete Ninja-Krieger aus dem Gebüsch und testen ihre Kampfkünste an unwissenden Passanten. Auch die Begeisterung für "Pleiten, Pech und Pannen"- Themen will offenbar nicht enden, sie und erwarten den Nutzer in allen drei Rubriken.

Dehnbare Grenzen des "guten Geschmacks"

Wie so oft, gehen die Geschmäcker allerdings auch in Sachen Videos auseinander: Ob es jeder komisch findet, wenn Säuglinge von Hunden durchs Haus gezerrt werden oder sich hinter der Gummipuppe für erotische Erleichterung ein kaum 18-jähriger Teenager versteckt, mag dahingestellt sein.

Branchenkreisen zufolge gilt das Spiel auch als Reaktion auf den Erfolg des Musik-Video-Dienstes Vevo. Auch wenn viele der dort gezeigten Videos über YouTube gesehen werden, gilt das Portal "BBC" zufolge zunehmend als Konkurrenz zum Marktführer, der es 2009 mit aus der Taufe gehoben hat. Allerdings dürfte es für jeden Angreifer schwer werden, den Branchenprimus vom Treppchen zu stoßen: Nach Angaben des IT-Branchenportals Comscore wurden allein im Oktober 2011 über 200 Milliarden YouTube Videos weltweit aufgerufen. Zwei von fünf Videos, die online angeschaut werden, sollen somit von der Seite des Google-Ablegers stammen.

(Dorothee Monreal)

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