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YouTube einigt sich mit Schweizer Musikverwertungsgesellschaft SUISA

Die von der SUISA vertretenen Rechteinhaber erhalten durch den Lizenzvertrag mit YouTube rückwirkend zum 1. September eine Vergütung, wenn ihre Werke auf Googles Videoportal genutzt werden.

26.09.2013, 15:05 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

Was in Deutschland noch immer aussteht, realisieren nun unsere Nachbarn in der Schweiz: Die Schweizer Musikverwertungsgesellschaft SUISA, die die Urheberrechte von zwei Millionen Rechteinhabern aus der ganzen Welt wahrnimmt, hat sich mit Googles Videoportal YouTube auf einen Lizenzvertrag geeinigt.

Vertrag gilt rückwirkend zum 1. September

Die von der SUISA vertretenen Rechteinhaber in der Schweiz und in Liechtenstein erhalten somit rückwirkend zum 1. September dieses Jahres eine Vergütung, wenn ihre Musikwerke auf YouTube in der Schweiz genutzt werden. YouTube seinerseits profitiert davon, dass das Musik-Angebot der SUISA-Mitglieder für die Nutzung auf dem Videoportal in einer Vielzahl von Ländern lizenziert wurde.

Dadurch würden Schweizer Komponisten und Texter auch Erlöse erhalten, wenn ihre Werke auf YouTube im Ausland genutzt werden. Wegen einer vertraglich festgelegten Geheimhaltungsvereinbarung machte SUISA aber keine Angaben über den Betrag der Vergütung. Die Totalsumme der ausbezahlten Vergütungen sei teilweise auch abhängig vom Umsatzerfolg von YouTube.

Noch keine Einigung mit der GEMA

"Die Einigung bedeutet außerdem einen großen Zugewinn für die YouTube Community, für die das Hören von Musik und das Entdecken neuer Schweizer Künstler ein wichtiger Teil des Online-Erlebnisses ist", erläutert Patrick Warnking, Country Director Google Schweiz. YouTube hat weltweit bereits Vereinbarungen mit über 40 weiteren Verwertungsgesellschaften abgeschlossen. Entsprechende Verträge gibt es beispielsweise mit Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden und Österreich. Eine Einigung mit der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA wurde dagegen noch nicht erzielt. Das Videoportal zeigt sich aber verhandlungsbereit: YouTube will weiter mit der GEMA sprechen.

(Jörg Schamberg)

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