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Yahoo: Umsatz schrumpft auch unter Marissa Mayer weiter

Seit dem Amtsantritt von Marissa Mayer vor einem Jahr hat Yahoo 17 Unternehmen übernommen. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 7 Prozent, der Gewinn legte aber wegen gesunkener Kosten um 46 Prozent zu.

16.07.2013, 23:25 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Auch ein Jahr nach dem Amtsantritt von Marissa Mayer bei Yahoo muss der Konzern mit einem schrumpfenden Geschäft leben. Im zweiten Quartal fiel der Umsatz des Internet-Urgesteins um 7 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar (834 Millionen Euro). Vor allem die Einnahmen aus grafischen Werbeanzeigen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück; die Textanzeigen bei der Internetsuche warfen ebenfalls weniger Geld ab.

Gewinn steigt um 46 Prozent

Konzernchefin Mayer zeigte sich dennoch am Dienstag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale zufrieden: "Yahoos Leistung im zweiten Quartal ermutigt mich." Denn sie konnte gleichzeitig die Kosten deutlich senken, so dass am Ende der Gewinn um 46 Prozent auf 331 Millionen Dollar stieg.

Mayer lockerte die Bindungen zu Partner-Websites. Diese sorgen für einen zusätzlichen Strom an Nutzern, verlangen dafür aber auch einen Anteil an den erzielten Werbeeinnahmen. Die sogenannten Traffic Acquisition Costs (TAC) herausgerechnet, war der Umsatz beinahe stabil. Überdies musste Yahoo weniger Geld für den Firmenumbau aufwenden. Dagegen stiegen die Ausgaben für neue Produkte.

Mayer kaufte bislang 17 Unternehmen hinzu

Die ehemalige Google-Managerin ist angetreten, um Yahoo wieder zu einer Größe im Internetgeschäft zu machen. Sie kaufte seit Beginn ihrer Amtszeit 17 Unternehmen hinzu. Die Blog-Plattform Tumblr war mit 1,1 Milliarden Dollar die teuerste Yahoo-Übernahme. Der Aktienkurs von Yahoo stieg seit ihrem Amtsantritt um etwa drei Viertel. Von der Zwischenbilanz waren die Anleger aber weniger angetan: Die Aktie fiel nachbörslich um 2 Prozent. Das lag auch daran, dass Yahoo die Umsatz- und Gewinnerwartungen an das laufende Jahr leicht zurückschraubte.

Yahoo steht unter dem Druck von Rivalen wie Google und Facebook, die bis zuletzt rasant gewachsen waren im Online-Werbegeschäft. Mayers Plan ist, mit neuen Produkten wie einer Wetter-App fürs iPhone oder dem verbesserten Fotodienst Flickr mehr Nutzer anzulocken, was ihr nach eigenem Bekunden auch gelingt. Über kurz oder lang sollen dadurch die Werbeeinnahmen wieder steigen. "Wir haben gerade erst angefangen", sagte Mayer.

(Jörg Schamberg)

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