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Yahoo setzt auf ein "altes Eisen"

Im Konkurrenzkampf mit Google hat der US-Internetriese Yahoo seinen legendären Gründer Jerry Yang wieder an die Spitze des Konzerns geholt.

19.06.2007, 11:40 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Im Konkurrenzkampf mit Google hat der US-Internetriese Yahoo seinen legendären Gründer Jerry Yang wieder an die Spitze des Konzerns geholt. Das 38-jährige einstige Silicon-Valley-Wunderkind löst den zuletzt glücklosen Terry Semel auf dem Chefposten ab, wie der US-Konzern mitteilte. Der aus Taiwan stammende Yang hatte das Unternehmen 1994 gemeinsam mit dem Kommilitonen David Filo gegründet. Yahoo war jahrelang die führende Suchmaschine im Netz. Zuletzt musste die Firma jedoch die Marktführerschaft bei den Suchmaschinen an Google abgeben.
Kein Rezept gegen Google
Die Aktionäre werfen Semel vor, kein Rezept gegen Google gefunden zu haben. Yang gilt als einer der bekanntesten Internet-Pioniere aus dem kalifornischen Silicon Valley. Mit etwa zehn Jahren war Yang mit seinen Eltern aus Taiwan in die USA gekommen. In seiner Freizeit an der Elite-Universität Stanford baute er mit Filo einen Internet-Seiten-Index auf, aus dem Yahoo wurde. Seit Mitte der 90er Jahre ist Yahoo eine der bekanntesten Marken und eine der meist genutzten Internet-Suchmaschinen der Welt. Nach der Jahrtausendwende aber kam Google, eine weitere Silicon-Valley-Erfolgsfirma.
Abgeschlagen auf Platz zwei
Die Suchmaschine des Konkurrenten basierte auf einem neuartigen Prinzip, und immer mehr Yahoo-Nutzer schwenkten um. Vor allem in den vergangenen beiden Jahren war Yahoo gegen Google und auch gegen den zweiten großen Konkurrenten Microsoft immer mehr ins Hintertreffen geraten. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn von Yahoo ein. Inzwischen hat Google laut dem Branchendienst Comscore in den USA bei den Internet-Suchanfragen einen Marktanteil von 49,7 Prozent, Yahoo liegt mit einem Anteil von 26,8 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei. Yahoo aber liegt bei der Gesamtzahl von Besuchern aller seiner Internet-Seiten immer noch an erster Stelle vor AOL-Time Warner, Google und Microsoft an vierter Position.

(Aleksandra Leon)

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