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Yahoo schaltet inaktive Nutzerkonten ab: Neue Chance auf begehrte Mail-Adressen

Yahoo hat angekündigt, zum 15. Juli seit mindestens einem Jahr nicht mehr verwendete Nutzer-Accounts abzuschalten und die dabei frei werdenden E-Mail-Adressen ab Mitte August neu zu vergeben. Betroffen sind yahoo.com sowie sämtliche Länder-Domains, also auch yahoo.de.

21.06.2013, 14:28 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Yahoo räumt weiter auf: Nachdem der Internetkonzern sowohl seiner Websuche als auch dem Mail-Dienste ein Facelift verpasst hat, folgt nun der große Kehraus inaktiver Yahoo-IDs beziehungsweise verbundener Mail-Accounts. Als Stichtag für die geplante Massenabschaltung gilt der 15. Juli.

Auch Länder-Domains betroffen

Yahoo-Konten, die bis dato seit mindestens einem Jahr nicht mehr verwendet worden sind, werden ab diesem Zeitpunkt automatisch zurückgesetzt sowie nach einer kurzen Karenzzeit neu vergeben. In die Überprüfung einbezogen sind alle Adressen von yahoo.com sowie die zugehörigen Länder-Domains, also auch yahoo.de, sagte eine Yahoo-Sprecherin auf Nachfrage von onlinekosten.de. Ausgenommen seien lediglich die alternativen Yahoo-Domains ymail.com und rocketmail.com.

Wer dem Löschen seines Accounts entgehen will, ist aufgerufen, sich vor dem 15. Juli einmalig einzuloggen. Andernfalls würden sämtliche gespeicherten Daten und E-Mails gelöscht, teilte das Unternehmen in einem Blog-Beitrag mit. Als inaktiv klassifizierte IDs werden im Rahmen einer 30-tägigen Übergangsfrist aus Sicherheits- und Datenschutzgründen allerdings zunächst nur stillgelegt, so Yahoo in einer Stellungnahme gegenüber "Wired". Erst danach sollen diese wieder bei Neuregistrierungen zur Auswahl stehen.

Neuvergabe sorgt für Kritik

Das US-Techblog hatte zuvor kritisiert, eine Neuvergabe führe möglicherweise dazu, dass sich Zweitnutzer einer Adresse Zugriff auf Passwörter oder sensible Daten der ursprünglichen Inhaber verschaffen könnten. Yahoo erklärte daraufhin, man wirke dem durch verschiedene Maßnahmen entgegen – etwa automatische Antworten an E-Mail-Absender oder die Abmeldung von Newslettern. Problematisch bleiben jedoch Fälle, in denen ein Yahoo-Postfach als stille Backup-Adresse für vergessene Kennwörter dient – hier ist weiterhin Vorsicht geboten. Yahoo-Nutzer sollten daher unbedingt sicherstellen, dass sie von der Aufräumaktion nicht betroffen sind.

Als deren Ziel nennt Yahoo die Freigabe ungenutzten Namensraumes. Neu- und Bestandsnutzer sollen so Gelegenheit zur Registrierung von E-Mail-Adressen erhalten, die bisher zwar vergeben sind, aber offenbar nicht mehr gebraucht werden. Wer also etwa aufgrund eines weit verbreiteten Namens bei seinem Konto bislang Ziffern oder Sonderzeichen anhängen musste, könnte daher mit etwas Glück ab Mitte Juli die Chance bekommen, eine eingängigere Adresse zu ergattern.

(Christian Wolf)

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