Vorwürfe gegen vier Personen

Yahoo-Datenklau: USA wollen Hacker aus Russland anklagen

Die US-Behörden wollen laut US-Medienberichten gegen drei Verdächtige aus Russland sowie einem weiteren aus Kanada Klage wegen des gewaltigen Datendiebstahls bei Yahoo erheben.

Jörg Schamberg, 15.03.2017, 10:39 Uhr (Quelle: DPA)
Yahoo Logo 2015© Yahoo

Washington - Die US-Behörden machen offenbar Hacker aus Russland für den gewaltigen Datenklau bei Yahoo verantwortlich, der Hunderte Millionen Nutzer betraf. Die Vorwürfe gegen insgesamt vier Personen sollen noch im Laufe des Mittwochs erhoben werden, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. Drei der Verdächtigen seien aus Russland und einer aus Kanada. Zumindest einige der Hacker hätten Verbindungen zu russischen Behörden. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet.

Zwei umfangreiche Hacker-Attacken auf Yahoo

Vergangenes Jahr waren zwei massive Hacker-Attacken auf Yahoo bekanntgeworden. Im Jahr 2013 sollen Daten aus möglicherweise über einer Milliarde Nutzerkonten gestohlen worden sein und im Jahr darauf aus rund 500 Millionen Profilen. Dabei handelte es sich um E-Mail-Adressen, Geburtstage und mit Verschlüsselungstechnik verschleierte Passwörter. Zudem sollen die Hacker sich in einigen Fällen auch dauerhaft Zugriff auf E-Mail-Profile verschafft haben.

Es sei unklar, ob sich die Vorwürfe der amerikanischen Ermittler auf beide oder nur einen der Cyberangriffe beziehen, schrieb das "Wall Street Journal".

Angespanntes Verhältnis der USA zu Russland

Yahoo hatte bisher nur mitgeteilt, dass hinter dem Datenklau Hacker mit Verbindung zu staatlichen Stellen vermutet werden. Damit sind meistens Cyber-Angreifer aus Russland oder China gemeint. Das Verhältnis mit Moskau ist bereits angespannt, weil die USA Russland ein weitreichende Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr vorwerfen.

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