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Xmod: Audio-Tuning für den PC und die Anlage

Creative bietet mit der Xmod eine externe Soundkarte, die mit dem X-Fi-Soundchip ausgestattet ist. Die Redaktion hat den kleinen weißen Kasten näher unter die Lupe genommen.

10.04.2007, 17:16 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Der Soundkarten-Spezialist Creative verspricht mit der Xmod eine deutliche Verbesserung der Audioqualität bei MP3s und Filmen. Die externe Soundkarte lässt sich an jeden Computer mit einer USB-Schnittstelle anschließen und soll die Qualität der Wiedergabe durch den eingebauten Xtreme Fidelity-Soundchip deutlich verbessern. Schließt man ein handelsübliches USB-Netzteil an, dann lässt sich die externen Soundkarte von Creative auch an einen MP3-Player oder eine HiFi-Anlage anschließen. Wir haben uns den kleinen, weißen Kasten mal genauer angeschaut.
Einfach anschließen
Das Gerät kann in Sachen Bedienung auf ganzer Linie überzeugen, da für den Einsatz am PC oder Notebook keine Treiber und keine Software erforderlich sind. Anschließen, einige Sekunden warten und schon ist die Installation beendet. Vorhandenen Soundkarten werden dabei einfach überbrückt, so dass die Audio-Wiedergabe automatisch über Xmod und den angeschlossenen Kopfhörern oder Stereo-Boxen erfolgt. Bei älteren Notebooks und PCs ohne Soundwiedergabe kann das Gerät als externe Soundkarte genutzt werden.
Surround-Sound
Das Herzstück des kleinen Kastens ist der Xtreme Fidelity-Audioprozessor, der im September 2005 eingeführt wurde und die Basis für die neuen Soundblaster-Karten bildet. Zwei Besonderheiten beim Soundchip: Mit dem X-Fi-Crystalizer sollen komprimierte Musikdateien, wie beispielsweise MP3s, durch Rückkonvertierung in das 24-bit-Format deutlich an Qualität gewinnen. "Creative Xmod gibt Ihren Audioinhalten durch ein intelligentes Verfahren zur Verbesserung der hohen und niedrigen Frequenzen ihre ursprüngliche Brillanz und alle Details wieder zurück", heißt es auf der Verpackung. Mit der X-Fi-CMSS-3D-Funktion wird die Wiedergabe von Raumklängen über herkömmliche Kopfhörer möglich. Anwender können also auf teuere Kopfhörer mit mehreren Lautsprechern verzichten. Genau diese beiden Aufgaben erfüllt Creatives Xmod zufriedenstellend. In der Praxis zeigt sich externen Soundkarte von seiner guten Seite. Die Installation ist wie erwartet einfach, schnell und unproblematisch. Damit das Gerät mit Strom versorgt wird, benötigt man aber noch ein Netzteil, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Ansonsten bekommt der Käufer für rund 76 Euro neben dem Xmod noch Ohrhörer, eine Tasche sowie ein USB-Kabel und die Dokumentation.
Mehr Räumlichkeit
Die X-Fi-CMSS-3D-Funktion ist vor allem bei Spielen interessant, da Gamer in der Regel mit Kopfhörern spielen. Schaltet man die Funktion mit dem Schalter ein und dreht sie auf Maximum, dann erschallen die Klänge auch über normale Stereo-Kopfhörer und –Lautsprecher sehr räumlich. Bei Ego-Shootern lassen sich so die Positionen der Gegenspieler besser orten. An hochwertige Surround-Kopfhörer mit vier oder mehr Lautsprechern kann der simulierte Raumklang zwar nicht herankommen, eine deutliche Verbesserung zum Stereo-Sound ist aber zu vernehmen.
Der Crystalizer sorgt dagegen für eine Optimierung der Musikwiedergabe, die vor allem bei MP3-Dateien deutlich zu hören ist. Dabei wird nicht nur der Bass besser, sondern das gesamte Klangbild wird klarer und nachhaltiger. Drückt man zwei Mal auf den "Select"-Schalter, dann lässt sich die Intensität der Effekte einstellen. Ansonsten lässt sich mit dem Regler die Lautstärke verändern, oder die Stummschaltung aktivieren.
Fazit
Der Xmod kann die Audioqualität zufriedenstellend verbessern. Durch die Rückkonvertierung werden Musikdaten qualitativ hochwertiger. Zwar kann dadurch keine CD-Qualität erreicht werden, sie geht aber deutlich in diese Richtung. Bei Spielen sorgt der kleine, weiße Kasten definitiv für mehr Spielspaß, da die Geräusche besser geortet werden können. Mit dem Einsatz des Xmod können Gamer auf teuere Surround-Kopfhörer verzichten und erhalten zusätzlich eine bessere Musikwiedergabe. Leider funktioniert der Xmod nur mit Windows XP und höher sowie Mac OS X. Mit einem Preis von knapp 76 Euro ist der Xmod zwar kein Schnäppchen, aber durchaus sein Geld wert.

(Nam Kha Pham)

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