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Xing: Viele neue Mitglieder - Bezahlprodukte werden ausgebaut

Im vergangenen Jahr konnte Xing die Zahl seiner Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 816.000 auf 6,1 Millionen steigern. Der Umsatz legte zu, der operative Gewinn wurde aber durch Investitionen und Kosten für Übernahmen gedrückt.

28.02.2013, 18:00 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Das zur Mediengruppe Burda gehörende Soziale Netzwerk Xing ist weiter auf Wachstumskurs. Die Investitionen und Kosten für Übernahmen drückten im vergangenen Jahr aber auf das operative Ergebnis. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 73,3 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Bei den Mitgliedern verzeichnete der LinkedIn-Konkurrent in Deutschland, Österreich und der Schweiz den stärksten Anstieg seit drei Jahren - ihre Zahl stieg um 816.000 auf 6,1 Millionen.

Neue Angebote für zahlende Nutzer

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel zwar um 10 Prozent auf rund 20 Millionen Euro. Unter dem Strich stand 2012 aber ein Plus von 7,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 4,6 Millionen Euro im Jahr 2011. Damals hatte eine Abschreibung das Ergebnis verhagelt.

Das Geschäftsnetzwerk will seine Bezahlprodukte weiter ausbauen, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller am Donnerstag der dpa. Ein Schwerpunkt seien Angebote an Unternehmen für eine erweiterte Suche nach passenden Bewerbern. Außerdem sollen die 800.000 zahlenden Nutzer ab Herbst zusätzliche Angebote etwa bei Hotels bekommen.

Gegen den kalifornischen Konkurrenten LinkedIn sieht sich Xing gut aufgestellt. "Wir wachsen in Deutschland stärker als unser amerikanischer Wettbewerber und sind hier doppelt so groß wie er", sagte Vollkoeller. "Es gibt keinerlei Grund, den Wettbewerb fürchten zu müssen." Bis 2016 wolle Xing seinen Umsatz verdoppeln, sagte er.

Burda hält 59 Prozent der Xing-Aktien

Im vergangenen Oktober hatte Burda angekündigt, Xing übernehmen zu wollen und dabei 44 Euro je Aktie geboten. Das Verlagshaus hielt zum Zeitpunkt der Offerte bereits knapp 39 Prozent und baute den Anteil zuletzt auf 59 Prozent aus. Xing hatte die Burda-Offerte wegen des zu niedrigen Preises abgelehnt. Inzwischen ist das Angebot ausgelaufen, so dass es erst einmal bei den Beteiligungsverhältnissen bleibt. Die Aktie lag am Donnerstagnachmittag bei 42,50 Euro.

(Jörg Schamberg)

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