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Xing: Mitgliederwachstum aber Gewinneinbruch

Das Karriere-Netzwerk Xing hat inzwischen über acht Millionen Mitglieder, darunter 635.000 Premium-Mitgliedschaften. Hohe Investitionen ließen den Gewinn im zweiten Quartal um rund 70 Prozent einbrechen.

13.08.2009, 14:04 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Anfang August stieg die Mitgliederzahl beim Business-Netzwerk Xing erstmals auf über acht Millionen. Das gaben die Hamburger im Zuge der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen zum abgelaufenen Halbjahr an. Zum Ende des zweiten Geschäftsquartals waren es demnach erst 7,91 Millionen Mitglieder, eine Steigerung um 430.000 zum ersten Quartal 2009.
Umsatz stabil
Die Anzahl an kostenpflichtigen Mitgliedschaften konnte nur leicht gesteigert werden. In den vergangenen drei Monaten sind rund 29.000 Premium-Mitglieder hinzugekommen, inzwischen zahlen weltweit etwa 635.000 Kunden für die Xing-Dienste. Im ersten Quartal konnten noch 51.000 Neu-Zahler für das social Network gewonnen werden.
Dementsprechend steigerte sich Umsatz nur gering von 10,76 Millionen Euro im vorherigen Geschäftsquartal auf nun 10,79 Millionen Euro. Allerdings entspricht der Halbjahresumsatz von 21,54 Millionen Euro einem Umsatzsprung von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (15,91 Millionen Euro). Auch der Halbjahresumsatz mit Stellenanzeigen wurde im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,84 Millionen Euro) um 21 Prozent auf 2,23 Millionen Euro gesteigert.
Gewinneinbruch um rund 70 Prozent
Das operative Quartalsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist mit 2,49 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal (3,40 Millionen Euro) deutlich gefallen. Gleichzeitig habe das Unternehmen trotz der Wirtschaftskrise aber stark in den Ausbau der eigenen Entwicklungsressourcen investiert, um neue Geschäftsmodelle, Produkte sowie Features künftig schneller einführen zu können.
Der Nettogewinn brach von 1,68 Millionen Euro im ersten Quartal auf nur noch 490.000 Euro in den letzten drei Monaten ein. Dies spiegele laut Unternehmen die getätigten Investitionen in neue Geschäftsfelder sowie die erfolgreiche Rekrutierung von Entwicklern wider. Dadurch liegt auch das Halbjahresergebnis mit 2,18 Millionen Euro deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (2,95 Millionen Euro).

(Michael Posdziech)

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