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Xbox 360: Ausverkauf um jeden Preis?

In Deutschland befürchten die ersten Händler nun, dem Ansturm auf die neue Xbox-360 nicht nachkommen zu können. In Norwegen werden Stimmen über dubiose Liefermethoden Microsofts laut.

05.11.2005, 13:01 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Xbox-360: Am ersten Tag restlos ausverkauft. Eine solche Meldung wäre Musik in den Ohren des Herstellers Microsoft, suggeriert sie doch Händlern und Kunden, dass die Konsole ein Renner ist und kurbelt im besten Fall die Nachfrage weiter an. Nun werden Stimmen laut, dass Microsoft in einigen Regionen dem Ausverkauf ein wenig auf die Sprünge helfen möchte. Einem Bericht von Gizmodo.com zufolge greift der Konzern in Norwegen auch zu Tricks, um beim werbewirksamen Ausverkauf ein bisschen nachzuhelfen.
Wenig Ware = Laden leer
Laut Gizmodo.com liefere Microsoft in Norwegen nur 20 Konsolen pro Händler aus, sechs Core-Versionen, ohne Festplatte und kabellosem Controller, und 14 Premium-Versionen mit 20-Gigabyte Festplatte und Funk-Controller. Vorab würde von den Händlern die Unterzeichnung eines Vertrages verlangt werden, in dem sie schriftlich zusichern, auch alle 20 Konsolen am ersten Verkaufstag an den Kunden zu bringen, heißt es in dem Bericht des beliebten Gadget-Magazins.
Das würde bedeuten, dass Microsoft den Ausverkauf der Konsole am ersten Verkaufstag mit allen Mitteln erzwingen möchte. Weiterhin gäbe es einen Zusatz in dem Vertrag, der ein Minimum von zwei verkauften Spielen pro Konsole vorgeben würde.
Alles vorab kalkuliert?
Ob sich Deutschlands Anbieter auf Knebelverträge dieser Art einlassen würden, ist allerdings fraglich. Um den Ausverkauf bei großen Elektronik-Anbietern muss sich Microsoft höchstwahrscheinlich keine Sorgen machen. Die Seite von Amazon.de ziert schon der Hinweis, dass mit einer eingeschränkten Lieferung der neuen Xbox 360 zum Verkaufsbeginn gerechnet werden muss.
"Aufgrund eingeschränkter Lieferfähigkeit von Microsoft können wir nicht garantieren, dass alle Vorbestellungen für die Konsole Xbox 360 noch vor Weihnachten ausgeliefert werden. Beachten Sie bitte auch, dass Vorbestellungen, die nach dem 5. November 2005 platziert wurden, vorausichtlich erst in 2006 geliefert werden", heißt es bei Amazon. Auch die amerikanische Großhandelskette Wal-Mart nimmt in den Vereinigten Staaten keine Vorbestellungen mehr entgegen.
Microsoft gibt sich überrascht
Die ARD berichtet auf ihren Internetseiten, dass die gewaltige Nachfrage nach den neuen Konsolen vor allem Microsoft selbst überraschen würde. Das Unternehmen habe sich bewusst für eine Drosselung der Produktion in der Anlaufphase entschlossen, um keine späteren Nachschubengpässe zu riskieren.

(Denise Bergfeld)

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