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WWW im Zug: Konkurrenz für den ICE

Ab sofort startet in Thalys-Zügen eine Testphase, in der satellitengestützte Breitband-Verbindungen angeboten werden. In Tunneln und Bahnhöfen wird automatisch auf GPRS und UMTS umgeschaltet.

06.09.2007, 15:06 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Der Service an Bord der Hochgeschwindigkeitszüge Thalys wird deutlich aufgewertet. Im Streckennetz zwischen Paris, Brüssel, Amsterdam und Köln wird ab Mitte kommenden Jahres eine satellitengestützte Breitband-Internetverbindung angeboten. Hierzu wurde heute ein Betreiber-Konsortium einberufen. Es soll sicherstellen, dass ein länderübergreifender Internetzugang zur Verfügung gestellt werden kann.
UMTS und GPRS ergänzen Satelliten-Verbindungen
Thalys ist nach eigenen Angaben der erste Hochgeschwindigkeitszug, der diesen Service international und mit Unterstützung von Satelliten-Technologie anbietet. Auch bei Reisegeschwindigkeiten von 300 km/h soll eine hohe Datenübertragungsrate geboten werden können. Ergänzend zu Satelliten-Verbindungen will Thalys auch GPRS- und UMTS-Technologien nutzen, um das Internet-Signal per WLAN in die Passagierkabine zu übertragen. Das soll den Internetzugang auch in Tunneln oder Bahnhöfen ohne Einschränkung nutzbar machen.
Zu dem Konsortium gehören der global agierende Kommunikationsdienstleister Nokia Siemens Networks, 21Net, ein europäisches Unternehmen, das für die Breitbandverbindung via Satellit im Zug zuständig ist, sowie der belgische Breitbandkabel-Betreiber Telenet.
Testphase startet
Schon diesen Monat wird in einigen Thalys-Zügen eine erste Testphase starten. Der erste Zug, der im Regelbetrieb mit dem Satelliten-Zugang "ThalysNet" ausgestattet ist, wird im Herbst auf den Schienen unterwegs sein. Nutzbar ist der Service dann sowohl in der ersten als auch in der zweiten Klasse. Details zu Preisen stehen derzeit noch nicht fest.

(Hayo Lücke)

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