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Wulff-Debatte: Internet-Nutzer klären im Netz auf

Zunächst dominierten online Spott und Empörung über Bundespräsident Wulff, nun finden sich mit "WulffPlag" und "Direkt zu Wulff" auch Initiativen, die bisherige Erkenntnisse aufarbeiten beziehungsweise Fragen an Wulff bündeln wollen.

14.01.2012, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Erst dominierten Empörung und Spott die Stimmung der Netzgemeinde in der Debatte über Bundespräsident Christian Wulff - inzwischen versuchen Internet-Nutzer auch, die bisherigen Erkenntnisse gemeinsam aufzuarbeiten. So soll etwa die Plattform "WulffPlag" dazu dienen, die Vorwürfe gegen Wulff "genau und objektiv" aufzulisten.

"WulffPlag"-Wiki soll Erkenntnisse aufarbeiten

Dabei geht es sowohl um Wulffs Privatkredit als auch um den umstrittenen Anruf bei "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, den Nutzer anhand der bisher durchgesickerten Informationen weitgehend rekonstruiert haben.

Der Name "WulffPlag" erinnert an die gemeinsame Suche von "GuttenPlag" nach Textanleihen in der Doktorarbeit des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. In diesem Fall ist die Bezeichnung allerdings irreführend, denn Wulff werden keine Plagiate vorgeworfen. Die Seite ist nach dem Wiki-Prinzip aufgebaut - das heißt, die Nutzer können die Inhalte frei verändern.

Bundespräsidialamt soll Fragen an den Bundespräsidenten beantworten

Die Plattform "Direkt zu Wulff" hingegen will Fragen an Wulff aus dem Netz bündeln und vom Bundespräsidialamt beantworten lassen. Am Dienstag waren zunächst drei Anfragen - zum Anruf bei Diekmann und dem Verhältnis zur Presse insgesamt - als "in Beantwortung" markiert.

(Jörg Schamberg)

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