News

"WSJ": Blackberry-Geschäft mit Enterprise-Servern unter Druck

Bei einer Aufteilung könnte Blackberry sich von der Smartphone-Sparte oder vom Blackberry Messenger trennen. Ein Bericht des Wall Street Journal legt jedoch nahe, dass auch ein Verkauf der Enterprise-Sparte infrage kommt.

12.09.2013, 12:23 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Wenn der Name Blackberry fällt, erscheint vor Augen als erstes Bild ein Smartphone mit einer vollständigen QWERTZ-Tastatur unter einem etwas klein geratenen Display. In der Vergangenheit waren diese Geräte immer mit einem Blackberry-Server verbunden, dies ist nun aber nicht mehr der Fall. Die Einbindung in die Umgebung eines Unternehmens kommt oft von einem anderen Anbieter. Im Enterprise-Geschäft mit Geschäftskunden gerät Blackberry deshalb immer weiter unter Druck, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

Citrix und einige Startups

Angestoßen wurde dieser Wandel vom iPhone. Das privat genutzt Touchscreen-Handy wollten viele auch beruflich nutzen. Mittlerweile ist es fast egal, welches Smartphone ein Mitarbeiter nutzt, sofern es sicher mit den Servern des Unternehmens kommuniziert. Blackberry hat seine Server bereits anderen mobilen Betriebssystemen geöffnet, es kommt aber auch Konkurrenz von anderen Unternehmen, insbesondere von Startups.

Schon länger im Geschäft ist Citrix Systems. Der Cloudspezialist bietet einen sicheren Zugang vom Heimrechner, aber auch von mobilen Geräten auf Anwendungen, die auf einem Unternehmensserver laufen. Das Startup Mobile Iron beabsichtigt mit einem Börsengang 50 Millionen Dollar einzusammeln, um damit neue Märkte zu erobern. Das Unternehmen führt bereits 5.000 Unternehmenskunden in seiner Kartei, die Hälfte davon wurde im letzten Jahr gewonnen. Airwatch hat bereits 200 Millionen Dollar aufgenommen. Dieses Startup soll 8.000 Kunden bedienen und jeden Monat 500 neue gewinnen.

Enterprise-Sparte ein bis zwei Milliarden Dollar wert

Blackberrys Ankündigung, einen Verkauf des Unternehmens zu prüfen und dieses dabei eventuell auch zu teilen, wird oft nur im Zusammenhang mit den Verkaufszahlen der neuen Geräte Z10 und Q10 gesehen, die hinter den Erwartungen zurückbleiben. In Betracht gezogen wird dabei eine Abspaltung der Smartphone-Sparte oder des Blackberry Messengers BBM. Der Bericht legt jedoch nahe, dass auch ein Verkauf des Enterprise-Bereichs infrage kommt. Analysten bewerten diesen laut WSJ mit ein bis zwei Milliarden Dollar.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang