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"WSJ": Apple will Musik-App von Beats in iTunes integrieren

Die Streaming-App der zu Apple gehörenden Firma Beats soll vom Markt verschwinden und stattdessen in Apples Plattform itunes aufgehen.

25.10.2014, 14:31 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Apple will die Streaming-App der im Mai zugekauften Firma Beats laut einem Zeitungsbericht in die iTunes-Plattform integrieren. Hintergrund sei ein deutlicher Rückgang der digitalen Musikverkäufe des Download-Dienstes um 13 bis 14 Prozent seit Jahresbeginn, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Beats-App verschwindet vom Markt

Um das lahmende Geschäft anzuschieben, solle der bislang noch in der Aufbauphase steckende Streamingservice von Beats iTunes im nächsten Jahr verstärken, heißt es in dem Bericht. Die Beats-App bietet für zehn Dollar im Monat Musik-Abos an. Der Technologie-Blog "TechCrunch" hatte schon vor Monaten mit Bezug auf Insider berichtet, dass Apple Beats iTunes einverleiben wolle. Demnach soll die Beats-App komplett vom Markt verschwinden.

Viele Branchenkenner hatten von Anfang an darauf spekuliert, dass Apple bei der drei Milliarden Dollar schweren Beats-Übernahme vor allem auf das Streaming-Geschäft und nicht so sehr auf die Kopfhörer setzt, mit denen die Firma bislang weitaus mehr Geld verdient. Musik-Streamingdienste sind schon länger stark im Kommen. Anbieter wie Spotify, Rdio oder Pandora verzeichnen Zulauf, während das klassische Download-Geschäft und CD-Verkäufe schwächeln. Allerdings ist das Download-Geschäft, in dem Apples iTunes die weltweite Nummer eins ist, immer noch vielfach größer. So hat der Streaming-Marktführer Spotify nach jüngsten verfügbaren Angaben rund 40 Millionen Nutzer - und darunter etwa 10 Millionen zahlende Kunden.

Beats hat kein Gratisangebot

Nutzerzahlen des zunächst nur in den USA verfügbaren Beats-Musikdienstes wurden bisher nicht veröffentlicht. Laut Medienberichten soll er zum Zeitpunkt der Übernahme durch Apple nur einige Hunderttausend Kunden gehabt haben. Im Gegensatz zu Spotify hat Beats kein Gratis-Angebot, es werden immer rund zehn Dollar im Monat fällig. Apple entwickelte aber selbst den werbefinanzierten Dienst iTunes Radio.

Als Kunst im Streaming-Geschäft gilt oft, den Musikgeschmack der Nutzer mit Vorschlägen zu treffen. Denn die Kunden sind oft mit der Auswahl von 20 oder 30 Millionen Songs überfordert. Apple-Manager behaupteten bei der Beats-Übernahme, der Dienst habe dieses Problem besonders gut gelöst.

(Jörg Schamberg)

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