"Dash-Buttons" auf dem Vormarsch

"WSJ": Amazon will Warenverkauf über Bestell-Knöpfe ausweiten

Amazon hatte im Frühjahr 2015 sogenannte "Dash Buttons" vorgestellt. Über die überall im Haushalt platzierbaren Bestell-Knöpfe lassen sich einzelne Waren nachbestellen. Laut "Wall Street Journal" will Amazon das Angebot nun erweitern.

Jörg Schamberg, 27.06.2016, 09:40 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon © Amazon.com, Inc.

Seattle - Der Online-Händler Amazon will laut einem Zeitungsbericht das Angebot bei seinen Bestellknöpfen für den Haushalt ausbauen. Diese Woche sollen Dutzende neue Marken hinzugefügt werden, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag. Über die bisher nur in den USA verfügbaren Geräte, die wie Türklingel-Knöpfe aussehen, kann mit einem Tasten-Druck ein Produkt nachbestellt werden, wie zum Beispiel Waschmittel oder Getränke. Die Idee von Amazon für die "Dash Buttons" ist, dass Verbraucher die Knöpfe im Haushalt verteilen und ausgegangene Produkte sofort nachbestellen können.

Kritik wegen fehlender Preisangabe beim Bestellvorgang

Das "Wall Street Journal" berichtete auch erstmals über Amazons Konditionen für Unternehmen, die bei dem Programm mitmachen wollen. Pro verkauften Knopf einer Marke würden 15 Dollar fällig plus 15 Prozent des Preises bei jedem Verkauf, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Zugleich hätten Konzerne wie Procter & Gamble und PepsiCo in der ersten Welle zum Start im vergangenen Jahr rund 200.000 Dollar bezahlen müssen. Diese Einstiegsgebühr sei inzwischen fallengelassen worden.

Bei Verbraucherschützern stießen die "Dash Buttons" auf Kritik, weil beim Bestellvorgang kein Preis angezeigt wird. Dies werde von manchen Verkäufern ausgenutzt, die zunächst Waren billig anbieten und dann die Preise kräftig anheben.

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