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Wo ist Kim? Facebook-Aufruf legt Polizeiarbeit lahm

Nachdem seine 15-jährige Tochter Kim am vergangenen Freitag verschwunden war, hatte ein Familienvater im sozialen Online-Netzwerk Facebook eine Suchanzeige veröffentlicht - mit Folgen.

08.02.2011, 15:32 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Eine im Internet veröffentlichte Vermisstenanzeige eines besorgten Familienvaters hat die Arbeit der Polizei in Gummersbach tagelang lahmgelegt.

Unzählige Anfragen

Nachdem seine 15-jährige Tochter Kim am vergangenen Freitag verschwunden war, hatte der Mann aus Morsbach im sozialen Online-Netzwerk Facebook eine Suchanzeige veröffentlicht. Daraufhin sei die Polizei im Oberbergischen Kreis tagelang mit Anrufen und E-Mails überschüttet worden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag. Vor allem das Interesse der Medien sei groß gewesen.

Per Pressemitteilung bat die Polizei schließlich darum, von weiteren Anrufen und E-Mails abzusehen. Das Mädchen ist nach Polizeiinformationen schon öfter von zu Hause ausgerissen - jedes Mal mit einer 14-jährigen Freundin, die auch seit Freitag verschwunden ist. Deshalb geht die Polizei nicht von einem Verbrechen aus.

Auch eine Suchaktion sei zunächst nicht geplant, sagte die Sprecherin. Ermittelt werde aber natürlich weiter. Der Vater der 15-Jährigen hat die Vermisstenanzeige inzwischen wieder aus dem Netz genommen. Tausende Facebook-Nutzer hatten die Seite angeklickt, weiterempfohlen oder Kommentare hinterlassen.

Update 19:00 Uhr: Kim ist wieder da

Das Mädchen und seine 14-jährige Freundin wurden am Dienstag in Braunschweig aufgegriffen. Sie werden die Nacht in einem Jugendheim in Braunschweig verbringen. Am Mittwoch wird sich das Jugendamt weiter mit dem Fall befassen.

(Hayo Lücke)

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