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WM im Internet: Fünf Millionen sind am Büro-PC dabei

Laut einer Forsa-Umfrage wollen rund fünf Millionen Fußball-Fans die kommende WM per Computer am Arbeitsplatz verfolgen. Online-Berichte, Ticker und Live-Videos seien dabei am populärsten.

09.06.2010, 18:55 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Es muss nicht immer der Fernseher sein: Millionen Arbeitnehmer wollen nach einer Forsa-Umfrage für den Hightech-Verband BITKOM die Fußball-Weltmeisterschaft über das Internet verfolgen. So wolle sich jeder sechste der rund 15 Millionen berufstätigen Fußball-Fans (17 Prozent) nach den Spielen online über Tabellen und Berichte am Dienst-PC informieren.

Klare Regeln formulieren

Per Live-Ticker wollen 13 Prozent die Spiele während der Arbeit verfolgen, neun Prozent wollen Live-Videos im Internet anschauen. Die Möglichkeiten des Internet seien auch eine Herausforderung für viele Arbeitgeber, sagte der Präsident des Hightech-Verbands BITKOM, August-Wilhelm Scheer. "Sowohl Firmen als auch Arbeitgeber können von einer gewissen Flexibilität im Umgang mit dem Web profitieren", sagte Scheer. Der Verband rät Unternehmen, klare Regeln für die private Internet-Nutzung im Job zu formulieren.

Fast jeder zweite Berufstätige (43 Prozent) verwendet das Web während der Arbeit für private Zwecke, jeder vierte (25 Prozent) sogar täglich. Das geht aus einer BITKOM-Studie zur Internetgesellschaft hervor, die von dem Hamburger Institut Aris durchgeführt wurde. Umgekehrt sind zwei Drittel der Berufstätigen (67 Prozent) auch nach Büroschluss regelmäßig für Kunden, Kollegen oder Chefs per Internet oder Handy erreichbar.

Allein der Arbeitgeber entscheidet

Über die private Nutzung des Internets entscheidet allein der Arbeitgeber. Er ist nicht verpflichtet, das private Surfen zuzulassen. Entscheidet er sich dafür, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann es generell erlauben oder auf bestimmte Zeiten oder Seiten begrenzen. Ohne konkrete Vereinbarung gehen Gerichte eher nicht von einer Duldung der privaten Internet-Nutzung aus. Arbeitnehmer sollten sich vorsichtshalber an dem Grundsatz orientieren: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist auch nicht zulässig.

(Michael Posdziech)

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