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WLAN: Chancen für Service Provider

17.09.2003, 16:53 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Wireless LAN - erst als Konkurrent der Mobilfunkbetreiber gehypt, dann sprangen diese mit eigenen Angeboten auf den fahrenden Zug auf. Noch viel mehr Parallelen sieht die Unternehmensberatung Detecon zwischen beiden Bereichen.
Der WLAN-Markt ist ein riesiger Kuchen, und jeder will ein Stück ab. Ohne Vernetzung geht es aber nicht, wer sich nicht an einem netzübergreifenden Roaming beteiligt, wird vom Erfolg abgehängt. "Wenn WLAN erfolgreich werden soll, müssen die Kunden das Netz unabhängig vom jeweiligen Provider oder Hotspot-Betreiber nutzen können", betont Hans Jürgen Tscheulin von Detecon.
Netzbetreiber und Service Provider
Wie im Mobilfunk üblich, können dann auch unterschiedliche Tarife und Service-Pakete angeboten werden. Voraussetzung ist die Trennung des Geschäfts. Während kleine und mittelständische Unternehmen die Hotspots betreiben, kümmern sich große Service Provider und Netzbetreiber um Kunden und Abrechnung.
Die Umsätze teilen sich die Partner. Dieses Modell bietet Vorteile für beide Seiten: Der Betreiber des WLAN-Zugangs bekommt mehr Kunden und der Netzbetreiber bietet seinen Kunden einen zusätzlichen Service.
Auf Geschäftskunden konzentrieren
In Europa liegen die Anforderungen für mobile Datenkommunikation laut Detecon derzeit vor allem im Business-Bereich. Ein Geschäftsreisender, der unterwegs seine elektronische Post bearbeitet, will das mit seinem Notebook an einem geeigneten Ort und an einem Tisch erledigen.
Der anspruchsvolle Geschäftskunde verlangt einen breitbandigen Internet-Zugang, da heutzutage fast immer viele Daten versandt werden. Das heißt, mobil sein und dennoch einen Arbeitskomfort genießen wie im eignen Büro. Das kann WLAN leisten.
Mit WLAN entlegene Gebiete erschließen
Ein weiteres Geschäftsfeld für die schnurlose Internet-Technik ist der Einsatz in strukturschwachen und entlegenen Gebieten, wo der Aufbau eines DSL-Netzes viel zu teuer oder technisch gar nicht möglich wäre.
Ein WLAN ist schnell errichtet und fügt sich problemlos als Erweiterung der Reichweite in andere Netze ein. Die Anbindung ans Internet erfolgt mittels Richtfunk oder Satellit. Für diese aufwändige und teure Lösung kommen aber in erster Linie auch nur Geschäftskunden in Betracht.
Neue Dienste dank WLAN
In Zukunft könnte die Highspeed-Funktechnik völlig neue Dienste ermöglichen. So wären beispielsweise Autofahrer an einer Raststätte in der Lage, Videos, Musikstücke oder Spiele gegen Gebühr ins Multimedia Center ihres Fahrzeugs zu überspielen.
Unterwegs im Einkaufszentrum bekämen die Kunden einen Einkaufsführer per WLAN aufs Handy oder auf ihren PDA gesendet, erfahren von Sonderangeboten, suchen Produkte und erhalten digitale Einkaufs-Gutscheine. Auch standortbasierte Dienste über ein WLAN sind möglich.

(Peter Giesecke)

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