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"WiWo": Motorola-Deutschlandchef fordert Ende der Patentkriege

Die Mobilfunkbranche sehnt sich in der Schlacht um Patente zusehends nach Frieden. Motorola-Deutschlandchef Ralf Gerbershagen sieht in den Verfahren zu viel Kapazitäten gebunden, die besser in innovative Produkte gesteckt werden sollten.

23.02.2013, 15:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die Krieger werden müde. Nach immer neuen, teuren juristischen Auseinandersetzungen mit Patentklagen und Gegenklagen schwindet die Klagefreudigkeit der großen Mobilfunkhersteller zusehends. Im Mobilfunk-Patentkrieg bröckeln die Fronten. Im vergangenen November schlossen beispielsweise Apple und HTC Frieden im Patentstreit. Nun fordert auch Ralf Gerbershagen, Deutschlandchef von Motorola Mobility, laut einem Bericht der "WirtschaftWoche" (WiWo) ein Ende der Patentstreitigkeiten.

Deutschland besonders betroffen

Das Patentrecht werde nach Ansicht von Gerbershagen "zu sehr als Werkzeug im Wettbewerb genutzt". Besonders betroffen von den Streitigkeiten in der Mobilfunkbranche sei Deutschland. Es müsse eine Lösung für die gesamte Branche gefunden werden. "Die Verfahren binden enorm Kapazitäten, die die Branche viel besser in innovative Produkte stecken sollte", betont der Motorola-Manager.

Motorola selbst konzentriere sich nach einer Neuausrichtung im vergangenen Jahr nun verstärkt auf die "oberen Produktsegmente", um wieder profitabel zu werden. Entsprechend seien die Absatzzahlen und die Marktanteile gesunken: "Das sind andere Stückzahlen als früher", erläutert Gerbershagen. Doch auch die Marktanteile will Motoroa künftig wieder steigern und setzt dabei die Hoffnung vor allem auf das boomende mobile Internet und den Mobilfunkstandard LTE. "Gerade da sind wir mit dem Razr HD schon jetzt gut aufgestellt", sieht Gerbershagen Motorola für die mobile Zukunft gut gerüstet.

(Jörg Schamberg)

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