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"WiWo": EU-Kommission will Mobilfunkmarkt aufmischen - Starthilfe für neuen Anbieter

Wegen der geplanten Fusion von Telefónica und E-Plus fürchtet Brüssel eine Einschränkung des Wettbewerbs auf dem Mobilfunkmarkt. Daher soll ein neuer vierter Anbieter zum Start mit Frequenzen, Funkmasten und Shops ausgestattet werden. Die Konkurrenz kündigt bereits Widerstand an.

24.05.2014, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Europa © finecki / Fotolia.com

Die EU-Kommission will nach Informationen der "Wirtschaftswoche" mit Starthilfen für einen vierten neuen Anbieter den Mobilfunkmarkt in Europa aufmischen. Das sehen dem Magazin zufolge die jüngsten Vorschläge für das Auflagenpaket vor, mit denen EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia die geplante Fusion der Mobilfunkbetreiber o2 und E-Plus genehmigen will. Almunia befürchtet demnach, dass die Fusion den Wettbewerb einschränkt, weil es dann nur noch drei etwa gleichgroße Mobilfunkbetreiber geben würde - nämlich Deutsche Telekom, Vodafone und eine fusionierte Telefónica-/E-Plus-Gruppe. Die Vorschläge liegen der "Wirtschaftswoche" zufolge den deutschen Mobilfunkanbietern derzeit zur Kommentierung vor.

Frequenzen, Funkmasten und Shops für Neuling

Neben Frequenzen soll der Neuling demnach von einer fusionierten Telefónica-E-Plus-Gruppe auch Standorte für Funkmasten, rund 200 Shops sowie ein Callcenter für Kundenservice bekommen. Bis zum 31. Dezember 2014 habe Telefónica Zeit, Verträge mit einem Neuling vorzulegen. Noch aber sei kein Interessent bekannt. Falls sich keiner melde, sollten Mobilfunkanbieter, die kein eigenes Netz besitzen, weitere Zugriffsrechte bekommen, heißt es in dem Bericht weiter.

Bei den Konkurrenten stoßen die EU-Pläne auf Widerstand: "Die Auflagen schädigen alle Netzbetreiber", heißt es demnach. Bleibe es bei den Auflagen, wolle man juristisch dagegen vorgehen. Die EU-Kommission überschreite ihre Kompetenzen. Die Pläne für die Übernahme von E-Plus durch o2 werden derzeit von der Brüsseler Behörde überprüft. Mit einer Entscheidung wird zum Ende des Halbjahres gerechnet, im dritten Quartal könnte der Zusammenschluss über die Bühne gehen.

(Jörg Schamberg)

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