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Wirtschaftskrise erwischt Logitech

Bis zu 500 Stellen sollen wegfallen - weitere Jobs stehen auf der Kippe. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage will Logitech keine Prognose mehr für das Geschäftsjahr geben.

06.01.2009, 18:34 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hat wegen der weltweiten Konsumflaute seine Jahresprognose kassiert und einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Alle Geschäftsfelder und Regionen hätten den Abschwung - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaße - zu spüren bekommen, erklärte das Unternehmen aus dem Schweizerischen Romanel-sur-Morges am Dienstag.
500 Entlassungen geplant
Man erwarte, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten weiter verschlechtere und passe daher die Kostenstruktur an. Zusätzlich zu den laufenden Einsparungen sollen 500 der 3.500 festangestellten Mitarbeiter entlassen werden. Darüber hinaus beschäftigt Logitech über Subunternehmer rund 5.500 Menschen in seinen chinesischen Produktionsstätten. Ob es auch hier zu Kürzungen kommt, erklärte das Unternehmen nicht. Logitech stellt Computer-Mäuse, Tastaturen und Web-Kameras her.
Rezession macht Prognose unmöglich
Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr will Logitech keine Prognose mehr abgeben. Bereits im Oktober hatte der Hersteller wegen der unsicheren Wirtschaftslage in Europa und Nordamerika den Ausblick gesenkt. Der Betriebsgewinn sollte nur noch um drei bis fünf Prozent statt der zunächst erwarteten 15 Prozent zulegen, der Umsatz nur noch um sechs bis acht statt 15 Prozent wachsen. Wegen der sich verschärfenden globalen Rezession könnten auch die reduzierten Ziele nicht aufrecht erhalten werden, erklärte Konzernchef Gerald Quindlen.

(André Vatter)

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