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Wird Ex-Telekom-Chef René Obermann neuer Lufthansa-Boss?

Bei der Suche nach einem neuen Lufthansa-Chef kommen neue Namen ins Spiel: Der frühere Telekom-Chef René Obermann steht Medienberichten zufolge angeblich auf der Wunschliste des Aufsichtsrats.

28.01.2014, 11:31 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Bei der Chefsuche der Lufthansa ist nun nach Medienberichten auch der frühere Telekom-Chef René Obermann im Gespräch. Nach Informationen von "Handelsblatt" und "Rheinischer Post" hat der Aufsichtsrat des Unternehmens Kontakt zu Obermann aufgenommen. Ein Lufthansa-Sprecher erklärte am Dienstag in Frankfurt, dass das Findungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Es sei noch keine Entscheidung gefallen. Zu einzelnen Kandidaten werde man sich nicht äußern.

Wechsel zu Ziggo nur ein kurzes Intermezzo

Als Favorit für die Nachfolge des spätestens im Mai ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz gilt bislang der Chef der Passagiersparte, Carsten Spohr. Obermann hatte Ende vergangenen Jahres nach sieben Jahren an der Unternehmensspitze die Deutsche Telekom verlassen. Er begründete den Weggang unter anderem mit dem Motiv, künftig wieder näher ans operative Geschäft und an die Kunden rücken zu wollen.

Anfang dieses Jahres wurde er Chef des niederländischen Kabelnetzbetreibers Ziggo. Das Unternehmen stand seit längerem auf der Kaufliste des Riesen Liberty Global, der in Deutschland bei Unity Media und Kabel Baden-Württemberg die Fäden zieht.

Am Montag legte Liberty Global, das zum Imperium des texanischen Medienmoguls John Malone gehört, eine Kaufangebot in Höhe von rund 7 Milliarden Euro für Ziggo vor. Der Vorstand, einschließlich Obermann, empfahl den Aktionären die Annahme. Für Obermann bleibt Ziggo eine kurze Episode: Für den Fall der Übernahme hatte er sich einen vorzeitigen Ausstieg vorbehalten.

Zurückhaltung bei Ziggo

Ziggo hat unterdessen zurückhaltend auf die Presseberichte reagiert. Obermann bleibe Vorstandschef von Ziggo, bis die Übernahme des Unternehmens durch Liberty Global vollständig abgewickelt sei, sagte ein Sprecher des niederländischen Unternehmens am Dienstag auf Anfrage. Es könne eine halbes Jahr oder auch länger dauern, bis die zuständigen Behörden den Deal vollständig absegnet hätten. An den Gerüchten sei nichts dran.

(Hayo Lücke)

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