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Wird debitel zum DSL-Provider?

Bundesweites DSL-Angebot auf Resale-Basis soll spätestens in der zweiten Jahreshälfte starten.

13.04.2005, 15:27 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Das bislang nur als Mobilfunk-Service-Provider tätige Unternehmen debitel strebt nach Höherem. Einem Bericht der WirtschaftsWoche zufolge plant debitel-Chef Paul Stodden noch in diesem Jahr das Festnetzgeschäft wieder aufzunehmen. Bereits 1998 hatte debitel Festnetzdienste gestartet, diese später aber wieder eingestellt.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll spätestens in der zweiten Jahreshälfte mit einem bundesweiten DSL-Angebot gestartet werden. Konkret will debitel mit der Telekom ein Resale-Angebot aushandeln, um eigene DSL-Angebote auf eigene Rechnung anbieten zu können. Ein eigenes DSL-Netz soll nicht aufgebaut werden.
Codename: Lemon
Wie die WirtschaftsWoche weiter erfahren haben will, gehen die Planungen sogar noch weiter. Unter dem Codenamen "Lemon" plane debitel ferner den Einstieg als virtueller Netzbetreiber auf dem Mobilfunkmarkt. Das Service-Provider-Geschäft solle zwar Kerngeschäft bleiben, die Vielfalt der drahtlosen Übertragungstechniken wie GSM, UMTS und WLAN soll jedoch für weitergehende Angebote inklusive Breitbandzugang und Internettelefonie genutzt werden.
debitel hat in Deutschland inzwischen 8,64 Millionen Kunden und liegt damit noch vor E-Plus und o2. Der Umsatz belief sich im zweiten Halbjahr 2004 auf 2,1 Milliarden Euro.

(Hayo Lücke)

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