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Wirbel um Markus Lanz: Dieter Nuhr scheitert mit eigener Online-Petition

Der Kabarettist Dieter Nuhr wollte den im Kreuzfeuer der Kritik stehenden Moderator Markus Lanz mit einer eigenen Online-Petition unterstützen. Nuhr wollte gegen den Onlinepetitionswahn aufmerksam machen, die Plattform "openPetition" sperrte Nuhrs digitale Unterschriftensammlung jedoch wenige Stunden nach dem Start.

27.01.2014, 11:22 Uhr (Quelle: DPA)
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Nach einer Online-Petition gegen Moderator Markus Lanz (44) will der Kabarettist Dieter Nuhr (53) eine eigene digitale Unterschriftensammlung starten. Er will damit nach eigenen Angaben gegen eine Petitionsflut im Internet aufmerksam machen. Der Aufruf unter dem Motto "Gegen digitales Mobbing, binäre Erregung und Onlinepetitionswahn", die Nuhr am Sonntag startete, wurde allerdings wenige Stunden später von der Plattform "openPetition" gelöscht. Sie habe die Nutzungsbedingungen missachtet, erklärte das Portal.

Über 220.000 Unterschriften gegen Lanz

"Meine so schön formulierte Onlinepetition wurde aus Gründen freier Meinungsäußerung gesperrt", schrieb Nuhr auf seiner Facebook-Seite. Nuhr wollte sich augenzwinkernd zum "König des Internets" erklären lassen, damit er bestimmen darf, wer sich äußern darf und wer nicht. Mittlerweile hat ein Nutzer eine weitere Petition eröffnet: "Für den Erhalt von Dieter Nuhrs Petition".

Eine Fernsehzuschauerin aus Leipzig hatte vergangene Woche eine Online-Petition gegen Talkmaster Lanz gestartet. Die Aktion unter dem Motto "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!" hatten bis Montag etwa 220.000 Menschen virtuell unterschrieben.

(Jörg Schamberg)

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