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Windows Vista sicherer als die Konkurrenz

In einer Untersuchung über einen Zeitraum von sechs Monaten stellt Sicherheitsexperte Jeff Jones fest, dass Vista sicherer zu sein scheint, als Linux oder Mac OS X.

26.06.2007, 16:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Ende Mai war es soweit: Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista kam auf den Markt. Dieses halbe Jahr hat sich nun Jeff Jones, Sicherheitsstratege in Microsoft's Trustworthy Computing Gruppe, mal genauer angesehen. Seine Gefährdungsanalyse wurde jetzt veröffentlicht (PDF-Dokument). Das Ergebnis: Microsofts Frischling soll sicherer sein, als die Konkurrenz von Linux oder Mac. Der Analyse zufolge hatte Vista im beobachteten Zeitraum die wenigsten Sicherheitslücken, auch im Vergleich zum Vorgänger-Betriebssystem Windows XP.
Vista besser als XP
Dem Bericht zufolge musste Microsoft in den vergangenen sechs Monaten vier Sicherheitsupdates für Vista heraus geben, die insgesamt zwölf Lücken schlossen. Allerdings waren zehn dieser Sicherheitslücken als hochgradig gefährlich eingestuft, lediglich jeweils eine war als mittlere oder niedrige Gefahr eingestuft. Im Gegensatz dazu hatte Windows XP in den ersten Monaten nach dem Erscheinen Ende Oktober 2001 mit 36 Schwachstellen zu kämpfen, von denen 23 die Gefahrenstufe hoch erhielten. In Sachen hohe Gefährdung stand es um Mac OS X v10.4 besser: In den ersten sechs Monaten nach dem Start Ende April 2005 hatte Apple 60 Sicherheitslücken zu verzeichnen, von denen 18 hoch eingestuft wurden.
Linux mit vielen Schwachstellen
Beim Konkurrenten Ubuntu 6.06 LTS sah das erste halbe Jahr nach dem Erscheinen im Juni 2006 laut Jones' Bericht ganz anders aus. Die beliebteste Linux-Distribution brachte es in diesem Zeitraum auf 145 Gefahren, von denen 47 als hoch bezeichnet wurden. Bei Novell’s SUSE Linux Enterprise Desktop 10 (SLED10) wurden in den sechs Monaten nach Juli 2006 beachtliche 159 Schwachstellen gefunden, von denen 50 als hoch eingestuft wurden. Auch mit reduziertem Komponentenset waren es noch 123 Lücken, von denen 44 hoch waren. Am schlechtesten schnitt jedoch die beliebteste Enterprise-Linux-Distribution Red Hat Enterprise Linux 4 Workstation (rhel4ws) ab. Im ersten halben Jahr nach Verkaufsstart im Februar 2005 mussten hier 281 Sicherheitslücken geschlossen werden, von denen 86 mit Gefahrenstufe hoch bezeichnet wurden. In der Komponenten-reduzierten Version waren es immer noch 214 Schwachstellen, von denen 62 kritisch waren.

(Aleksandra Leon)

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