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Windows Vista behindert Freeware

Freeware-Anbieter sind gezwungen, Windows Vista zu hacken. Vista lässt nicht zu, dass Programme ihre Daten in die Hauptbereiche des Datensystems speichern.

11.09.2006, 14:46 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Es gibt viele Methoden, um einen Computer beim Surfen im Internet mit DSL vor Schädlingen zu schützen. Neben den großen Virenschutz-Entwicklern, wie Symantec oder McAfee, die ihre Programme kostenpflichtig anbieten, setzen viele Computernutzer auf die Software kleinerer Firmen, die ihre Software kostenlos anbieten.
Daten unter Kontrolle
Der britische Rundfunksender BBC berichtete nun, dass mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista der Einsatz solcher Freeware erschwert würde. Das neue Betriebssystem kontrolliert die Daten auf eine neue Art und Weise. Programme haben nicht mehr das Privileg, ihre Daten einfach irgendwo auf dem Computer zu speichern.
"Der neue Internet Explorer ist nicht fähig, in den Hauptbereichen des Datensystems zu schreiben, also kann er Windows nicht überschreiben", sagt Stephen Lamb von Microsoft gegenüber Pressetext Deutschland. Das solle PCs endgültig vor Keyloggern oder Root Kits schützen, die versuchen, in die Systeme einzudringen.
Unternehmen müssen Vista hacken
Um weiterhin kostenfreie Virenschutz-Software anbieten zu können, sehen sich besonders die kleinen Firmen nun gezwungen, Windows zu hacken. "Gott sei Dank haben wir ein gutes Crack-Team, das neue und innovative Wege finden wird, weiterhin eine wichtige Schutzschicht für unsere User anbieten zu können", sagt Laura Yecies von Zone Labs, die ihre Firewall ZoneAlarm auch kostenfrei anbieten.
Microsoft zeigte sich über diese Ankündigungen nicht erfreut. Für den Software-Riesen stellt jede Änderung am Kernel, die nicht vom Hersteller erfolgt, nach eigenen Angaben eine mögliche Gefahr dar. "Schon Änderungen an der Zugriffskontrolle können direkte Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit und Integrität des Systems haben. Deshalb wurde Windows Vista neu aufgebaut: um sich selbst vor externen Zugriffen zu schützen", meint Lamb.

(Denise Bergfeld)

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