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Windows-Sparversion ein Flop?

PC-Hersteller sehen in Betriebssystem ohne Media Player kein Nutzen für den Endverbraucher.

31.01.2005, 09:08 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Eigentlich hatte sich die europäische Union mehr Wettbewerb durch ein Windows-Betriebssystem ohne vorinstallierten Media Player erhofft. Nun droht die dem Software-Riesen vorgelegte Auflage allerdings zu scheitern weil die PC-Hersteller die seit dem 19. Januar erhältliche schmale Windows-Version nicht kaufen wollen.
"Wir können natürlich liefern, aber bislang haben wir keine Anfragen nach Windows ohne Media Player" sagte eine Sprecherin von Fujitsu Siemens gegenüber der Financial Times Deutschland. Ein Sprecher von Medion wollte den Einsatz der neuen Windows-Version generell nicht ausschließen sagte jedoch: "Wir versuchen unseren Kunden immer die komplette Funktionalität zu bieten. Für PCs ohne Video- und Musikwiedergabe erwarten wir keine Nachfrage." Auch bei Dell und Hewlett-Packard ist in den Internetshops derzeit keine Möglichket vorhanden einen PC mit dem beschnittenen Windows zu kaufen.
Nun auch Streit um Namen
Die EU-Kommission hatte befürchtet, dass Microsoft sein Windows-Monopol dazu missbrauchen würde, eine dominante Position im Medienmarkt zu erlangen. Derzeit gibt es einen bizarren Streit um die Bezeichnung, unter der das EU-Windows verkauft werden darf. Microsoft kündigte am Freitag an, einen neuen Namen suchen zu wollen. Ursprünglich wollte der Konzern die Software als "Windows XP Reduced Media Edition" verkauften. Die EU-Kommission kritisierte jedoch, dass Kunden so suggeriert werde, die Version ohne Media Player sei weniger attraktiv. Darin sah sie einen Verstoß gegen die verhängten Auflagen.

(Hayo Lücke)

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