News

Windows Server 2008 wird letztes 32-Bit-System

Voraussichtlich im vierten Quartal soll der Nachfolger des Betriebssystems Windows Server 2003 aus dem Hause Microsoft erscheinen. Allerdings soll es die letzte Server-Software in einer 32-Bit-Version sein.

21.05.2007, 15:08 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Der Software-Gigant Microsoft läutet das Ende einer Ära ein. Demnach wird Windows Server 2008 das letzte auf Server zugeschnittene Betriebssystem in einer 32-Bit-Version sein. Die Software wird nur als Komplett-Paket verkauft und auch wenn nur spezielle Software-Komponenten ausgewählt werden, muss in jedem Fall das Gesamtpaket erworben werden. Das verkündete Microsoft-Manager Bill Laing am vergangenen Freitag auf der hauseigenen Messe Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC) in Los Angeles.
Letztes 32-Bit-Betriebssystem
Alle künftigen Server-Betriebssysteme sollen demnach nur noch als 64-Bit-Version auf den Markt kommen. Windows Server 2008, offizieller Nachfolger der Windows Server 2003-Software, wurde lange Zeit unter dem Arbeitstitel "Longhorn" geführt und soll voraussichtlich im vierten Quartal erscheinen.
Das Betriebssystem kann optional als Web- oder Directory-Server eingesetzt werden. Eine Beschränkung auf bestimmte Rollen hätte keinen Einfluss auf die Preisgestaltung, sondern würde das Preismodell nur komplizierter machen. Ein gezielter Verkauf einzelner Komponenten entspricht nach Ansicht von Microsoft nicht dem Kundenwunsch. "Wir haben noch nie von unseren Kunden gehört, dass sie nicht alle Optionen wollen", sagte Laing auf der WinHEC. Dennoch liegt es in der Hand des Anwenders, nur bestimmte Komponenten zu installieren.
Windows Server 2008 soll es je nach Server-Skallierung nur noch in drei Versionen geben: Small Business, Midmarket und Storage Server. Ein Update für das Betriebssystem unter der Bezeichnung Windows Server 2008 R2 ist laut Microsoft für das übernächste Jahr vorgesehen.
Keine Entscheidung über Client-Systeme
Noch keine Entscheidung hat Microsoft offenbar über das Vorgehen bei Client-Betriebssystemen gefällt. Das erst im Januar erschienene Betriebssystem Windows Vista wurde gleichzeitig als 32-Bit und 64-Bit-Version auf den Markt gebracht. Ob es auch hier Nachfolgesysteme künftig nur noch als 64-Bit-Fassung geben wird, will Microsoft zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. Zahlreiche Hardware-Hersteller stellen allerdings nach wie vor noch keine Treiber für 64-Bit zur Verfügung.

(Stefan Hagedorn)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang