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Windows-Schwäche lässt Microsoft kalt

Software-Primus Microsoft verkraftet die schwächelnden PC-Verkäufe weitgehend unbeschadet. Windows war im Schlussquartal für das Jahr 2011 zwar weniger gefragt, dafür gab es Zuwächse an anderer Stelle.

19.01.2012, 23:01 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Software-Primus Microsoft verkraftet die schwächelnden PC-Verkäufe weitgehend unbeschadet. Zwar fiel die Nachfrage nach dem Betriebssystem Windows im zweiten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember. Dafür griffen die Firmenkunden stärker als im Vorjahreszeitraum zu Office- und Server-Software aus dem Hause Microsoft.

Der Gewinn stagniert

Der Umsatz stieg insgesamt um 5 Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar (16,1 Milliarden Euro). Höhere Kosten etwa in der Entwicklung ließen den Gewinn allerdings bei 6,6 Milliarden Dollar stagnieren. Konzernchef Steve Ballmer sprach am Donnerstag von "soliden Finanzergebnissen", vor allem da in diesem Jahr zahlreiche Neuerscheinungen anstünden. Das lässt die Kunden üblicherweise zurückhaltender werden bei den aktuellen Produkten. So steht beispielsweise Windows 8 vor der Tür.

Erschwerend kommt hinzu, dass die PC-Verkäufe schwächeln. Zum einen greifen vielen Kunden mittlerweile lieber zu Tablet-Computern und Smartphones statt zu einem neuen PC. Zum anderen hatte die Flut in Thailand bestimmte Bauteile knapp werden lassen, so dass die Produktion stockte. Windows wird üblicherweise zusammen mit einem neuen PC ausgeliefert.

Über allem schwebt die Unsicherheit durch die Schuldenkrise. Dennoch konnte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner verkünden: "Das Weihnachtsgeschäft war das stärkste in Microsofts Geschichte." Vor allem die Spielekonsole Xbox 360 mit der Gestensteuerung Kinect fand viele Fans. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

(Hayo Lücke)

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