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Windows Phone für den Massenmarkt - Anforderungen an die Hardware werden reduziert

Erstmals werden auch der chinesische Hersteller Lenovo und der Auftragsfertiger Foxconn Smartphones mit Microsofts Betriebssystem produzieren.

23.02.2014, 14:48 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Microsoft will es Smartphone-Herstellern schmackhaft machen, auf seine Plattform Windows Phone zu setzen. Damit will der Software-Riese vor allem in Wachstumsmärkten wie Brasilien oder Afrika zulegen. Der Konzern setzt die Anforderungen an die Hardware-Ausstattung drastisch herunter.

Günstige Geräte im Fokus

Damit solle eine Vielzahl auch günstiger Geräte auf den Markt kommen, sagte Microsoft-Manager John Belfiore am Sonntag in Barcelona vor Beginn der Mobilfunkmesse Mobile World Congress. Erstmals werden auch der chinesische Hersteller Lenovo und der Auftragsfertiger Foxconn Smartphones mit Microsofts Betriebssystem produzieren. Auch von Huawei, LG, HTC und ZTE werden neuen Windows-Smartphones erwartet.

Microsoft verweist auf hohe Wachstumsraten für Windows Phone in den Wachstumsmärkten der Entwicklungsländer. 2013 legte das System nach Angaben von Belfiore im Mittleren Osten und Afrika um 758 Prozent zu, in Lateinamerika um 148 Prozent.

Erstmals stellte der Konzern in Barcelona einen Windows-Phone-Prototypen auf Basis günstigerer Chips von Qualcomm vor. Das solle ebenfalls die Produktion billigerer Geräte beflügeln, sagte Belfiore. Auch Dual-SIM-Unterstützung ist für Windows Phone-Geräte der Zukunft vorgesehen, was unter anderem in Asien von großer Bedeutung ist.

Facebook Messenger für Windows Phone angekündigt

Angekündigt wurde darüber hinaus, dass es in naher Zukunft unter anderem den bei Facebook-Nutzern so beliebten Messenger für Windows Phone geben soll.

Microsofts Betriebssystem Windows 8 sei derzeit auf einem guten Weg, sagte Belfiore. Die Versionen 8 und 8.1 hätten einen größeren Marktanteil weltweit als alle Varianten von Apples Mac-System OS X zusammen. Noch in diesem Frühjahr werde ein Windows-Update erscheinen, das Nutzern von PCs ohne Touch-Display die Bedienung erleichtern soll. So könnten manche Apps zum Beispiel auch über ein Menü am oberen Rand beendet werden. Bis heute seien insgesamt rund 200 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft worden.

Laut einem Medienbericht kappte Microsoft zudem den Preis von Windows 8 für günstige PCs und Tablets um gut zwei Drittel. Hersteller von Geräten mit einem Preis von weniger als 250 Dollar sollen künftig für die Verwendung der aktuellen Version Windows 8.1 nur noch 15 statt 50 Dollar bezahlen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

(Hayo Lücke)

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