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Windows Live Messenger startet offiziell

Heute startet nach intensiven Beta-Tests der Nachfolger des MSN Messengers und bildet damit die Vorhut einer ganzen Reihe neuer Live Services von Microsoft.

20.06.2006, 13:07 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Bereits im Dezember vergangenen Jahres ließ Microsoft mit der Ankündigung aufhorchen, sein Engagement in Sachen VoIP verschärfen zu wollen. Eingeleitet wurden diese Zukunftspläne zunächst durch eine limitierte Betatest-Phase, um den neuen Windows Live Messenger auf die Probe zu stellen. Im Mai folgte dann die öffentliche Beta-Version. Jetzt startet Microsoft ganz offiziell mit dem neuen Kommunikationstool in insgesamt 60 Ländern, unter anderem Deutschland. Damit geht auch der erste einer ganzen Reihe neuer Windows Live Services, die im Laufe diesen Jahres geplant sind, an den Markt.
Telefonate mit und ohne Bild
Wie bereits angekündigt, bietet der Live Messenger mehr, als nur Instant Messaging: auch VoIP-Services wurden in die neue Version aufgenommen. So sind über die kostenlose Software auch kostenlose Gespräche zu anderen Live Messenger Nutzern möglich, ebenso wie gebührenpflichtige Telefonate ins Fest- oder Mobilfunknetz. Letztere werden, wie auch schon in der öffentlichen Beta-Phase, mit Partner Verizon Web Calling Service realisiert und, neben Deutschland, für weitere zehn Länder zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind auch kostenlose Videotelefonate von PC zu PC möglich. Mit einer angeschlossenen Webcam können sich die Nutzer so beim Telefonieren im Auge behalten. Dazu passend hat Microsoft Hardware eine Woche zuvor eine neue Produktreihe unter dem Namen "Microsoft LiveCams" an den Start gebracht.
Munterer Dateien-Tausch
Neben Chatten und Telefonieren können mit dem Live Messenger auch Dateien ausgetauscht werden. Eine intuitive Benutzeroberfläche mit Drag&Drop Funktion ermöglicht es, Bilder und Dateien mit anderen Nutzern der Software zu teilen. Windows Live Contacts dient dazu, alle Kontaktdaten im Messenger immer auf dem neuesten Stand zu halten. So werden ausgewählte Kontakte automatisch über Änderungen der eigenen Adress- und Kontaktdaten informiert. Diese Funktion steht sowohl im Live Messenger zur Verfügung, als auch in Windows Live Mail und MSN Spaces. Passende Hardware gibt es für den Live Messenger auch: Philips kam Anfang Juni mit dem VOIP433 Dual Phone, einem DECT-Telefon mit Festnetz- und Internet-Anschluss, auf den Markt.
Angesichts von Konkurrenten wie Skype oder auch Yahoo! Messenger und Google Talk verkündet Microsoft direkt auch vollmundig die enormen Nutzerzahlen, die bereits vom Vorgänger MSN Messenger erzielt wurden. Nach eigenen Angaben besuchen mehr als 465 Millionen Unique User weltweit jeden Monat MSN. Der MSN Messenger soll in Deutschland über 5,5 Millionen Nutzer zählen. Zudem würden mehr als 20 Millionen Video-Gespräche im Monat den MSN Messenger und den Windows Live Messenger zu einem der weltweit größten Anbieter für Video-Telefonie im Consumerbereich machen. Und auch die Windows Live Contacts werden laut Microsoft von über 25 Millionen Usern genutzt. Skype hingegen durchstieß am 1. Mai offiziell die Schallmauer von 100 Millionen Nutzern. Der neue Windows Live Messenger ist kostenlos im Internet erhältlich. Als Betriebssystem wird Microsoft Windows XP vorausgesetzt.

(Aleksandra Leon)

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