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Windows 8 wird schneller booten

Mit Windows 8 verspricht Microsoft kürzere Boot-Zeiten: Das neue Betriebssystem soll bis zu 70 Prozent schneller starten können als Windows 7.

12.09.2011, 14:06 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Bei der Entwicklung von Windows 7 hat Microsoft zwar bereits an der Boot-Prozedur gefeilt, ohne zusätzliche Instant-On-Funktion mit Mini-Linux oder eine schnelle SSD sind Windows-Rechner aber nicht gerade zügig hochgefahren. Mit Windows 8 soll sich das ändern, wie Microsoft im Team-Blog der Entwickler mitteilt.

Bis zu 70 Prozent schneller

Mit Windows 8 führt Microsoft einen neuen Startmodus ein, der einen klassischen Kaltstart mit dem Erwachen aus dem Ruhezustand verbindet, wobei der letzte Systemstatus durch Speicherung auf der Festplatte wiederhergestellt werden kann. Wie der Konzern im aktuellen Blog-Beitrag ausführt, wird die Kernel-Session in Windows 7 auch für den Ruhezustand beendet, in Windows 8 will Microsoft diese beibehalten, damit sie beim nächsten Start zur Verfügung steht. Die User-Sitzung wird weiterhin beendet und neu gestartet. Auf diese Weise reduziert sich die zu speichernde Datenmenge und daher auch die benötigte Zeit; der Start soll um 30 bis 70 Prozent schneller vonstatten gehen. Darüber hinaus wird Windows 8 für den Bootvorgang auf alle verfügbaren Prozessorkerne parallel zugreifen können, um den Prozess zu beschleunigen. Ein weiterer, Startzeit sparender Faktor ist eine Verkürzung der Treiber-Initialisierung. Der neue Startmodus soll zwar nicht mit einem Check wie bei einem kalten Start vergleichbar sein, aber trotzdem die Treiber für neue Hardware bereitstellen oder Treiber aktualisieren können.

Einer der Gründe, einen neuen Startmodus zu entwickeln, war dem Blog-Beitrag zufolge das Verhalten der Nutzer. Laut Microsoft fahren 57 Prozent der Desktop-Nutzer und 45 Prozent der Laptop-Besitzer ihren Rechner lieber herunter als ihn in den Schlafmodus zu versetzen – um den Energieverbrauch zu senken und um beim nächsten Start eine frische Session vor Augen zu haben. Windows 8 wird mit dem Schnellstartmodus beides vereinen. Der Ruhezustand spielt mit einem Anteil von 1 Prozent im Desktop-Bereich praktisch keine Rolle, bei Notebooks ist er mit 11 Prozent entsprechend beliebter. Abgesehen von einer Verkürzung der Startzeit will Microsoft auch weiter daran arbeiten, dass die Nutzer nach der Installation von Patches nicht mehr so häufig neustarten müssen.

Windows 8 wird 2012 auf den Markt kommen. Bis dahin gewährt Microsoft im Windows-8-Entwicklerblog nach und nach Einblicke auf die neuen Funktionen des Systems. Weitere Details dürften auf der Entwicklerkonferenz "Build" bekanntgegeben werden, die vom 13. bis zum 16. September im kalifornischen Anaheim stattfindet.

(Saskia Brintrup)

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